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27.12.2009
 

Multimedia-Ausrichtung

Telekom-Chef Obermann ändert Konzernstrategie

Telekom-Chef Obermann: Neue Strategie für den KonzernZur Großansicht
ddp

Telekom-Chef Obermann: Neue Strategie für den Konzern

Die Grenzen zwischen Internet, Mobilfunk und Fernsehen verwischen - jetzt soll sich die Telekom mit voller Kraft auf die neue Multimedia-Welt einstellen. Im SPIEGEL-Interview kündigt Konzernchef Obermann eine neue Ausrichtung binnen Monaten an und kritisiert die staatlichen Regulierungsbehörden.

Bonn - Konzernchef René Obermann will die strategische Ausrichtung der Deutschen Telekom grundlegend erneuern. Schon im Frühjahr 2010 soll eine "Strategie 2.0" vorgestellt werden, mit der die Telekom auf die wachsenden Herausforderungen der neuen Multimedia-Welt antworten will. Dies kündigt der Telekom-Chef in einem Interview mit dem SPIEGEL an.

Hintergrund der neuen Ausrichtung ist laut Obermann die Tatsache, dass die "Grenzen zwischen Internet, Mobilfunk und Fernsehen" zunehmend verschwinden. Darauf wolle sich der Konzern einstellen.

Mehrere Arbeitsgruppen entwickelten derzeit Konzepte, die "Wachstumschancen gerade mit Blick auf Internetdienste stärker" betonten. Ein Beispiel für die neue Ausrichtung sei der "jüngst übernommene Internetdienstleister Strato", sagte Obermann. Außerdem soll es zunehmend Telekom-Produkte geben, die man per Handy, PC oder Fernsehen nutzen kann.

Kritik an Wettbewerbsaufsicht

Obermann greift die für die Telekom zuständigen Regulierungsbehörden scharf an. In ihren bisherigen Entscheidungen hätten sie den sich verschärfenden Wettbewerb zum Beispiel durch die TV-Kabelnetzbetreiber nur ungenügend berücksichtigt.

"Wenn sich Investitionen nicht mehr lohnen, weil wir unsere Netze zu vorgeschriebenen Preisen jedem Konkurrenten zur Verfügung stellen müssen", werde es Probleme geben, sagte der Telekom-Chef. Dann "wird es zum Beispiel sehr schwer, die weißen Flecken, die es in der Breitbandversorgung in Deutschland gibt, zu schließen".

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