Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt startet zum Jahresendspurt. Nach guten Vorgaben aus den USA und Asien stieg der Leitindex Dax
am Montag in den ersten Handelsminuten über die Marke von 6000 Punkten und kletterte bis auf 6011 Zähler. Zuletzt hatte der Index im September 2008 oberhalb der 6000er-Marke notiert.
Nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers
im September 2008 war das Börsenbarometer wie viele Indizes weltweit dramatisch eingebrochen und auf bis zu 3600 Punkte im März 2009 abgerutscht. In den vergangenen Monaten erholte sich der Dax aber wieder deutlich.
Im Verlauf der ersten Handelsminuten büßte der Index am Montag zwar wieder einige Punkte ein, blieb aber zunächst über der psychologisch wichtigen Marke. Der MDax
verbesserte sich zeitweise um 0,3 Prozent auf 7497 Punkte, und der TecDax
legte 0,4 Prozent auf 815 Zähler zu. Der Euro notierte am Montagmorgen bei 1,4384 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte zuletzt am 24. Dezember einen Referenzkurs von 1,4398 Dollar festgestellt.
Gewinne auf breiter Front
Marktteilnehmer verwiesen auf die freundliche Entwicklung an der New Yorker Wall Street am Donnerstag, die Notierungen gingen dort mit Jahreshöchstständen aus dem Handel. Vor allem die besser als erwartet ausgefallene wöchentliche US-Arbeitsmarktdaten sorgten für einen positiven Impuls.
Im Dax lagen am Montagmorgen 29 der 30 Werte im Plus. Die stärksten Aufschläge verzeichneten Infineon
mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 3,87 Euro. E.on
legte 1,6 Prozent auf 29,03 Euro zu, und SAP
verbesserte sich um 1,5 Prozent auf 33,21 Euro. Schwächster Wert war Fresenius Medical Care
. Die Aktien verloren 0,1 Prozent auf 37,67 Euro.
In der zweiten Reihe stieg SGL Carbon
um 1,4 Prozent auf 21,17 Euro. Gesucht waren auch Papiere von Stada
und Gagfah
, die sich jeweils um rund ein Prozent verbesserten. Den schwächsten Start erwischten BayWa-Aktien, die sich um 0,8 Prozent auf 25,05 Euro verbilligten. Leicht unter Druck standen unter anderem Rhön-Klinikum
und Heidelberger Druck
.
Im TecDax führten Nordex-Papiere
die Gewinnerliste an, die um 2,4 Prozent auf 10,60 Euro stiegen. Conergy
verbesserte sich um 1,6 Prozent auf 0,65 Euro. Dagegen verlor Drägerwerk
1,3 Prozent auf 31,00 Euro. Freenet
gab 0,5 Prozent auf 9,55 Euro ab.
Asiatische Börsen im Plus
Nach ermutigenden Konjunkturdaten haben die asiatischen Börsen zum Wochenanfang ebenfalls ein deutliches Plus verzeichnet. Der japanische Nikkei-Index
schloss am Montag auf dem höchsten Stand seit vier Monaten.
Neben einem unerwartet deutlichen Anstieg der Industrieproduktion sorgte auch der vergleichsweise starke Dollar zum Yen für eine gute Stimmung und nährte die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit 1,33 Prozent im Plus bei 10.634 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index
gewann 0,59 Prozent auf 914 Zähler. Die Börsen in Taiwan, Shanghai, Hongkong und Südkorea legten ebenfalls zu.
mik/ddp/AFP/Reuters
Auf anderen Social Networks posten:
..... Der DAX hat seit März runde 80 Prozent gewonnen, wofür es keinerlei Fundierung gibt. Außer der, daß sich einige Finanzinstitute mit den hochgepushten Kursen virtuell saniert haben. Nach den Vorgängen des Vorjahres ist [...] mehr...
dieser Aussage bin ich ganz bei Ihnen. Die Verbreitung der Dax-Stände in Laufbändern der Nachrichtensender zu jeder Tageszeit suggeriert -werbepsychologisch gesehen -dem unbedarften Zuschauer, dass alle Welt Aktien besitzt und [...] mehr...
Was mich anwiedert ist, dass man überall von diesem "Dax" verfolgt wird. Ist es gerechtfertigt, dass die beste Sendezeit im Fernsehen für "Börse im Ersten" vergeben wird? Wieviel Prozent der Bevölkerung haben [...] mehr...
Mit Inflation hat das mMn noch nichts zu tun. Das sind nur die billige Staatsknete und die Nullzinskredite der Zentralbanken, welche von den "Systemrelevanten" natürlich in das kurzfristig rentabelste Geschäft gesteckt [...] mehr...
... die in Ihrer Gier dachten 8% Rendite ohne Risiko einstreichen zu können und dann rumheulen, wenn die Lehman-Papiere nur noch als Unterlage zu gebrauchen sind. Jedes Promill Zinsen bedeutet Risiko! mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte | RSS |
| alles zum Thema Frankfurter Börse | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH