Frankfurt am Main/New York - Mit Gelassenheit haben die Anleger auf die Nachricht reagiert, dass die US-Börsenaufsicht ein Verfahren gegen die Deutsche Bank
eingeleitet hat. Die Aktien des Geldinstituts konnten zwar nicht in dem Maße von der guten Stimmung profitieren, wie andere Dax-Konzerne, doch für ein kleines Plus reichte es.
Die "New York Times" hatte berichtet, dass die Deutsche Bank Hypothekenpapiere verkauft und dann selbst auf deren Wertverfall gesetzt habe. Die gleichen Vorwürfe würden auch gegen US-Großbanken erhoben, darunter Goldman Sachs
und Morgan Stanley
.
Für den Fall, dass die Ermittler ihre Vorwürfe erhärten können, drohen den Instituten drastische Geldstrafen. Doch zunächst gilt es zu klären, ob überhaupt ein Verstoß gegen das Wertpapiergesetz vorliegt - auch wenn das Geschäft anrüchig wirkt.
Aus Sicht der Banken handelt es sich ohnehin lediglich um eine "vernünftige Risikovorsorge". So erklärte Goldman Sachs der Zeitung, entsprechende Vorgänge und Zusammenhänge seien den Investoren wohlbekannt. Es sei gängige Praxis gewesen, die Papiere zur Absicherung anderer Positionen zu nutzen. Die Deutsche Bank und Morgan Stanley wollten dagegen ebenso wenig Stellung nehmen wie die ermittelnden Behörden.
Entscheidender Anteil an der Finanzkrise
Geschäfte mit Wertpapieren, die aus amerikanischen Hypotheken zusammengesetzt sind, haben entscheidenden Anteil an der globalen Finanzkrise. Mehrere Millionen Amerikaner hatten in den neunziger Jahren Immobilienkredite erhalten, die sie hoffnungslos überforderten. Zinssteigerungen lösten dann schließlich die Kettenreaktion aus. Die Hypothekenpapiere verloren massiv an Wert, einzelne sogar nur Monate, nachdem sie aufgelegt und an Investoren verkauft worden waren. Viele Anleger mussten Totalverluste hinnehmen.
Die Deutsche Bank und Goldman kamen damals relativ glimpflich davon, weil sie sich durch die Auflage von komplexen Wertpapieren - sogenannter synthetischer CDOs - gegen Zahlungsausfälle am Hypothekenmarkt abgesichert hatten. Diese Form von Versicherung wird in der Finanzwelt als "hedging" bezeichnet und ist weit verbreitet.
Kritiker halten das System für anrüchig, weil auf diese Weise lediglich Spekulationsgeschäfte abgesichert wurden. Ursprünglich waren die Absicherungsinstrumente einmal entwickelt worden, um Verlusten nach dem Preisverfall realer Produkte - Rohstoffe, Agrarerzeugnisse, etc. - vorzubeugen.
Trotzdem kommen die Ermittlungen für die Deutsche Bank zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Das Geldhaus steht derzeit bei US-Behörden im Verdacht, Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Wegen des gleichen Sachverhalts steht der Deutschen Bank auch ein Verfahren vor einem Zivilgericht ins Haus. Ein amerikanischer Kunde fordert Schadenersatz in Millionenhöhe. Er wirft ihr vor, ihm im Jahr 2001 ein Steuersparmodell angepriesen zu haben, das zu diesem Zeitpunkt von der Steuerbehörde IRS bereits als illegal eingestuft worden war.
mik/dpa-AFX
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Die Idee mit den Holdings gefällt mir prinzipiell, ich würde aber "die Axt" auch im Insolvenzrecht ansetzen, und zwar dergestalt, dass der Staat wie bisher einspringt, um praktisch die Zahlungsverpflichtungen zu [...] mehr...
Dass eine geringere reale Kreditnachfrage vorhanden ist, ist ja ein Teil des Problems. Mangels solventer Kreditnehmer ( immer dran denken, dass die Bilanzen ausgeglichen sein müssen ) wurde eben - -vond er FED initiiert - an [...] mehr...
Ich gebe Ihnen insofern recht, dass die Banken weitermachen müssen. Was Sie beschreiben ist nur eine Seite der Medaille. Das Dilemma ist doch, dass das Geld nun einmal an die Banken ausgegeben ist. Ich bezweifle allerdings, dass [...] mehr...
Hahahaha.....ich kann Sie gut verstehen und finde Ihren Sarkasmus erfrischend. Nur das mit den 68ern sollten Sie sich nochmals überdenken und siedeln Sie bitte Schröder und Fischer nicht bei den "Sozis" an. Sie sind [...] mehr...
Also ich meine so : Auf einer Kleinbank können sich kleine Ärsche den Arsch breitsitzen und auf einer Großbank eben große. Eine Bank ist schließlich eine Bank, zum Sitzen gemacht. Und die Frage "Braucht Deutschland die [...] mehr...
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