Von Stefan Schultz
Hamburg - Die Deutsche Telekom weitet ihre Energieaktivitäten aus. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wird die Großkundensparte T-Systems des deutschen IT- und Telekommunikationsriesen ab kommenden Jahr mit dem Schweizer Elektrokonzern Asea Brown Boveri (ABB) zusammenarbeiten. "Wir haben einen Vorvertrag abgeschlossen, der Anfang 2010 festgezurrt wird", sagte ein Telekom-Sprecher.
Ziel der Kooperation sei es, gemeinsame Lösungen für das Energienetz der Zukunft, das sogenannte Smart Grid, zu entwickeln. Die Telekom ist in diesem Sektor bereits aktiv. So hat der Konzern etwa in seiner Modellstadt T-City in Friedrichshafen Haushalte mit intelligenten Stromzählern (Smart Meters) ausgestattet, die den Energieverbrauch im Minutentakt messen können. In einem zweiten Schritt sollen nun Anwendungslösungen für das schlaue Stromnetz entwickelt werden.
Experten gehen davon aus, dass sich die Stromerzeugung im kommenden Jahrzehnt deutlich dezentralisiert. Immer mehr Verbraucher und Firmen sollen durch Mini-Kraftwerke im eigenen Keller, durch Solarpanels auf dem Dach oder durch Mini-Windräder im Garten selbst Energie produzieren. Auch der Stromverbrauch wird messbarer und damit kontrollierbarer. Waschmaschinen, Trockner oder Kühlschränke sollen miteinander kommunizieren - und immer dann waschen, trocknen oder kühlen, wenn Strom am günstigsten ist.
Ab 1. Januar sind Hausbesitzer und Vermieter zudem verpflichtet, in Neubauten und bei grundlegenden Renovierungen intelligente Stromzähler einzubauen. Dies sieht die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes vor. Bis 2016 sollen alle analogen Zähler aus Deutschlands Haushalten verschwunden sein.
"Wir verfügen über Know-how im Bereich Smart Metering, ABB ist Experte für Gebäudeautomation und dafür, wie dezentral erzeugte Energie in die Netze eingespeist wird", sagt der Telekom-Sprecher. Durch die Kooperation sollen letztlich technische Lösungen entstehen, mit denen sich die flexiblen Stromtarife der Energieversorger bequem und sicher abrechnen lassen.
Die Telekom ist nur eines von vielen IT-Unternehmen, die auf dem Markt der schlauen Stromnetze Projekte starten. Auch Google
, Microsoft
, IBM
und Cisco
investieren ins Smart Grid. Strom- und IT-Märkte bewegen sich aufeinander zu. Im kommenden Jahrzehnt könnte so eine
neue Superbranche mit erweiterten Konkurrenzverhältnissen und potentiellen Partnerschaften entstehen.
Das Geschäftsfeld gilt unter Experten als einer der großen Märkte des kommenden Jahrzehnts. Die Internationale Energieagentur rechnet bis 2030 weltweit mit Investitionen von mehreren Billionen Dollar in Energieerzeugung, Verbrauchsmanagement und die Modernisierung der Stromnetze.
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Derartige Argumente sind mehr Diffamierung als objektive Beurteilung. Es ist ja nicht die Rede davon, dass es bei Nacht kein Licht mehr geben wird, weil die Photovoltaikanlagen bei Nacht keinen Strom erzeugen, oder dergleichen. [...] mehr...
... aber das die Telekoma der richtige Partner ist, darf mit Recht bezweifelt werden. M.E. fehlt denen das Branchen-Know-How, um solch komplexe Systeme überhaupt richtig durchdenken zu können. SAP würde ich es eher zutrauen. [...] mehr...
Bitte nicht! Nach einem Jahr Kampf, völliger Inkompetenz und Wirrwar von Seiten der Telekom und deren Callcentern bin ich endlich dort nicht mehr Telefonkunde. Wenn die Telekom im Stromnetz mitmischt, droht der totale Super-GAU [...] mehr...
Das wußte schon meine Oma. Die hat ihre Wäsche im Hof auf die Leine gehängt und im Wind trocknen lassen. mehr...
Das heisst in der Konsequenz eine komplette Umkehrung des Systems. _Ist-Zustand:_ Die Erzeugerseite folgt durch die Kraftwerkseinsatzplanung dem Verbrauch. Konkret: Ich wasche meine Wâsche wann ich will. _Zukunft:_ Der [...] mehr...
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