Brüssel/Bremen - Sieg im Rennen um das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo: Der Bremer Technologiekonzern OHB hat den prestigeträchtigen und rund 566 Millionen Euro schweren Auftrag erhalten, 14 Satelliten zu bauen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Damit setzte sich OHB in der hart umkämpften Ausschreibung gegen den größeren Konkurrenten Astrium, eine Tochter von EADS
, durch. OHB soll die ersten Satelliten 2012 liefern.
Die Satelliten werden das Rückgrat von Galileo bilden. Mit dem Projekt wollen die EU und die Europäische Weltraumorganisation ESA die Vormachtstellung des US-Dienstes GPS (Global Positioning System) brechen. Das Navigationssystem Galileo soll 3,4 Milliarden Euro kosten und 2014 an den Start gehen.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wertete den Zuschlag als großen Erfolg: "Ich freue mich sehr, dass sich das Know-how der deutschen Raumfahrtunternehmen durchgesetzt hat", sagte er. Mit dem Auftrag würden hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland entstehen. "Galileo ist Europas Antwort auf Amerikas GPS und bietet ein Plus an Genauigkeit und Verlässlichkeit", sagte Ramsauer. Langfristig sei der Markt mit Produkten und Dienstleistungen rund um das neue Galileo-Navi-System für viele deutsche Unternehmen interessant.
In der Tat winken für Deutschland weitere Aufträge. Insgesamt werden 32 Satelliten benötigt - der Bau der restlichen werde später an die OHB System AG oder an EADS-Astrium GmbH vergeben, berichtete die EU-Kommission. Dabei werde das günstigere Angebot den Zuschlag erhalten.
Die Kommission gab zudem am Donnerstag die Vergabe von zwei weiteren der insgesamt sechs Galileo-Aufträge bekannt. Den Vertrag über die Systemunterstützung mit einem Volumen von 85 Millionen Euro erhalte die italienische ThalesAleniaSpace.
Mit dem Start von fünf Sojus-Trägerraketen, die jeweils zwei Satelliten ins All bringen, sei Arianespace aus Frankreich beauftragt worden. Der erste Start sei für Oktober 2012 vorgesehen. Das Auftragsvolumen belaufe sich hier auf 397 Millionen Euro.
böl/dpa/Dow Jones/Reuters
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So State-of-the-Art, dass AirBerlin im November 2009 als erste europäische Fluggesellschaft die Lizenz bekommen hat, das Verfahren zu nutzen. In Deutschland ist derzeit Bremen entsprechend ausgestattet, und Braunschweig, glaube [...] mehr...
... aber bevor hier wie so oft im Forum über irrelevante Details Pseudofachdiskussionen geführt werden, zur Erläuterung meiner Aussage: - GPS-Präzisionsanflüge sind seit Jahren State-of-the-Art, ohne EGNOS, aber mit [...] mehr...
Sorry Sir. Präzisionanfluganflugverfahren arbeiten bereits mit GPS + EGNOS - und EGNOS ist das für Europa bereis in Vorbereiung vpn Galileo qualitätsgesicherte Navigationssystem - dank einer Reihe von EGNOS-Satellietn plus [...] mehr...
Hallo Herr Forumsteilnehmer, mitdenken! Die Soyuz wird von Arianespace in R. gekauft und in Südamerika mit den Satelliten in den Himmel geschossen. Bis zur Kooperation mit den Russen stand nur die die fette Ariane 5 zur [...] mehr...
... weia. Bin ich blöd. Hab nur bereits vor etwa 15 J. einen der ersten Imagefilme für Galileo produziert, aber wahrscheinlich nicht gut genug hingeschaut. Meine Auftraggeber haben das Projekt aber auch mit Absicht schlechter [...] mehr...
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