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09.01.2010
 

Kriseninstitut

HRE will bis zu 200 Milliarden Euro an Schrottpapieren auslagern

Berliner Niederlassung der Hypo Real Estate: Errichtung einer riesigen Bad Bank geplantZur Großansicht
DPA

Berliner Niederlassung der Hypo Real Estate: Errichtung einer riesigen Bad Bank geplant

Bei der Hypo Real Estate werden die Pläne für eine riesige Bad Bank konkreter: In den nächsten Wochen will die angeschlagene Immobilienbank nach SPIEGEL-Informationen den Antrag stellen - und Schrottpapiere im Wert von bis zu 200 Milliarden Euro auslagern.

Hamburg - Zurzeit überprüfen der Finanzmarktstabilisierungsfonds Soffin und das Bundesfinanzministerium, wie viel zusätzliches Eigenkapital und zusätzliche Garantien die im vergangenen Herbst verstaatlichte Bank braucht. In die Bad Bank sollen Schrottpapiere sowie problembehaftete oder nichtstrategische Staatsanleihen und Immobilienkredite mit einem Volumen von 180 bis 200 Milliarden Euro ausgelagert werden.

Zwar können in einer solchen Bad Bank alle Risikopositionen und nichtstrategischen Geschäftsbereiche im Grundsatz zum Buchwert abgespalten werden und müssen dann nicht mehr abgeschrieben werden. Aber dennoch bleibt die HRE der Eigentümer.

Nun wird geprüft, ob ein gutes Rating für die HRE und ihre Bad Bank nicht schon dadurch gewährleistet ist, dass der Soffin und damit letztlich der Staat ihr 100-Prozent-Inhaber ist. Andernfalls müsste der Soffin bei der HRE noch einmal viele Milliarden nachschießen. Bisher sprang der Staat mit einer Eigenkapitalhilfe von sechs Milliarden Euro und Garantien von aktuell 95 Milliarden Euro ein.

Die HRE hatte Ende 2008 wegen Fehlspekulationen der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa vor dem Aus gestanden. Der ehemalige Dax-Konzern wurde schließlich mit Milliardenhilfen anderer Banken und des Bundes gerettet. Im vergangenen Sommer wurde ein Konzernumbau angestoßen: Das als zukunftsträchtig erachtete Geschäft mit Immobilien- und Staatsfinanzierungen in Europa ist seither in der Deutschen Pfandbriefbank gebündelt.

Die EU-Kommission genehmigte im Dezember vorübergehend zwei Staatsgarantien im Umfang von acht und zehn Milliarden Euro für die HRE. Bereits seit einiger Zeit steht fest, dass eine Abwicklungsanstalt ein Volumen im dreistelligen Milliardenbetrag haben dürfte.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatte gestanden, die HRE wolle in der nächsten Woche den Antrag stellen. Tatsächlich soll dies in den nächsten Wochen geschehen. SPIEGEL ONLINE bittet, den Fehler zu entschuldigen.

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insgesamt 13 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
11.01.2010 von irgendwer_bln: Amen

AMEN Bruder, es handelt sich um eine sog. Systembank. Aber auch diese lässt sich sicherlich aus dem System entfernen. Ich bin sicher, Hr. Ackermann hätte nichts gegen einen weiteren Status einzuwenden. Eine Bank, welche mit [...] mehr...

09.01.2010 von rabenkrähe: Hinmanipuliert...

...... Diese Institute können es sich nur leisten, ihre Fehllagen darzustellen, alle anderen verstecken das geschickter. Dürfen sie ja auch hochoffiziell, zum Beispiel mit Bilanzmanipulationen und mit kostenlosem [...] mehr...

09.01.2010 von alpstein: Gästeliste

Nachtrag: Dagobert Duck, Privatier, Entenhausen mehr...

09.01.2010 von commonman: die gläubiger teil4

-Sampatzi Saraz - türkischer Banker -Sanata Seketa - Kanada +James B. Steinberg - US-Vizeaussenminister +Björn Stigson - Präsident des Weltwirtschaftrats für Nachhaltige Entwicklung (WBCSD) +Yannis Stournaras - Direktor bei [...] mehr...

09.01.2010 von commonman: die gläubiger teil3

Tommaso Padoa-Schioppa - ex-Finanzminister Italien +Alexis Papahelas - Journalist Kathimerini Dimitris Papalexopoulos - Chef Titan Cement Company S.A. Griechenland Jannos Papathanasiou - Wirtschafts- und Finanzminister [...] mehr...

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Immobilienbank in Not

Die Hypo Real Estate

Die Hypo Real Estate ist ein vergleichsweise junges Unternehmen. Sie ist erst im Jahr 2003 entstanden, als die HypoVereinsbank ihr gewerbliches Immobilienfinanzierungsgeschäft abgespaltet hat. Im Oktober 2003 ging die Hypo Real Estate an die Börse und schaffte es dort gut zwei Jahre später in den Dax. Später stieg das Unternehmen zunächst in den MDax ab, seit der Verstaatlichung ist es an der Börse nicht mehr notiert.

Die Finanzkrise

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