GM verhandelt mit mehreren europäischen Regierungen über Staatshilfen von 2,7 Milliarden Euro. Rund 600 Millionen Euro wollte GM selbst in Opel investieren. Ob die Überweisung über 650 Millionen bereits der gegenüber den Regierungen angekündigten Investition von GM in Opel entspricht, blieb zunächst offen. Das Geld wurde am 4. Januar überwiesen.
Es handle sich dabei um Vorauszahlungen für Entwicklungsleistungen, die Opel im Rahmen des globalen GM-Abkommens erbracht habe, hieß es in dem Dokument. Normalerweise wären die Zahlungen erst im April und Juli erfolgt. "Die beschleunigten Zahlungen stellen eine vorübergehende Finanzierungsquelle für den Betrieb von Opel dar, bis eine längerfristige Finanzierung arrangiert werden kann", hieß es weiter.
Reilly plant Opel-Umbau mit langjährigen Konzernmanagern
Die deutsche GM-Tochter sorgte am Freitag mit zahlreichen Führungswechseln für Schlagzeilen. Der amtierende Vorstandschef Hans Demant erklärte seinen Rücktritt, er ist ab sofort für die Lizenzrechte verantwortlich. GM-Europachef Nick Reilly führt, wie erwartet, ab sofort die Geschäfte (siehe Fotos links).
Den Umbau der General-Motors-Tochter will Reilly mit einem erfahrenen Managementteam in Angriff nehmen. Das Finanzressort, das eine Schlüsselstellung bei der Sanierung hat, soll künftig der bisherige Finanzvorstand der koreanischen GM-Marke Daewoo, Mark James, leiten. Er ist ein Bekannter von Reilly, der selbst zuvor das internationale Geschäft von GM aus Asien heraus verantwortet hat. Das zweite neue Gesicht in der Opel-Geschäftsführung ist die Opel-Managerin und Ingenieurin Rita Forst, die die Entwicklung leitet.
Veränderungen gibt es auch im Aufsichtsrat von Opel. Reilly selbst scheidet aus dem Kontrollgremium aus. In das Kontrollgremium zieht mit Stephen Girsky aber ein Vertrauter von GM-Chef Ed Whitacre ein. Damit dürfte die US-Mutter künftig noch schneller und umfassender über die Europatochter informiert werden. Girsky sitzt auch im GM-Verwaltungsrat.
Rund 8300 Jobs in ganz Europa bedroht
In ihren Ämtern bleiben Produktionschef Reinald Hoben, Einkaufschef Tom McMillen, Arbeitsdirektor Holger Kimmes und Vertriebschef Alain Visser. "Mit diesem fähigen und erfahrenen Führungsteam werden wir die nächsten Schritte schnell angehen können", schrieb Reilly in einem Brief an die Mitarbeiter.
Die eigentliche Arbeit bei Opel beginnt aber erst. Der Autobauer muss sich in den kommenden Jahren in einem schrumpfenden Automarkt behaupten. Um das Unternehmen auf Spur zu bringen, will Reilly die Kapazitäten um ein Fünftel kürzen und rund 8300 Jobs in ganz Europa streichen. Gleichzeitig muss Opel möglichst schnell wieder schwarze Zahlen schreiben. Darauf dürften vor allem jene europäische Regierungen Wert legen, bei denen Opel um milliardenschwere Staatshilfen angesucht hat.
Wie schwer sich die Autobauer in dem derzeitigen Markt tun, zeigen Produktionskürzungen, die auch die Opel-Mitarbeiter zu spüren bekommen. "Rund 12.000 Arbeiter in allen vier deutschen Werken werden auf eine Art davon betroffen sein", sagte ein Sprecher. Entweder eine von drei Schichten werde an einem Tag vorübergehend ausgesetzt, oder die gesamte Produktion soll für diesen Tag ruhen. Insgesamt beschäftigt Opel in Deutschland rund 25.000 Menschen.
ssu/apn/dpa/Reuters
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Den belgischen Medien zufolge waren es an die 30.000 Demonstranten, die heute in Brüssel für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Strasse gingen. Da sieht das Bild schon ein wenig anders aus... mehr...
So ticken halt Amerikaner. Alles toll, alles super, aber keine Entscheidungen. GM ist das Beispiel für Größenwahn. Jetzt will GM noch Mrd-Zuschüsse für Opel. Wie wird wohl der Überflussminister der FDP wohl darauf antworten. [...] mehr...
Zitat von Rainer Daeschler Genau das passiert im Prinzip, nur eben auf GMs Kosten, statt die des Steuerzahlers. Ich sprach ja auch nicht von der üblichen Grundversorgung von Automobilunternehmen in Deutschland durch die [...] mehr...
Ach so, und ich hab gedacht die Abwrackpraemie, Harz4 und Kurzarbeit das bezahlt der der Steuerzahler. Aber wenn ja nun GM die Ueberkapazitaeten bezahlt, dann koennen wir ja weitermachen wie bisher. mehr...
verursacht durch den Spinner Lopez vom Opus dei,dessen Mitarbeiter die Uhr am rechten Arm tragen MUSSTEN, hat Opel noch nicht zurückgefunden zur Anerkennung als solide Qualitätsmarke.Das ist auch berechtigt nach meinen [...] mehr...
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