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18.01.2010
 

Handy-Apps

Marktforscher erwarten Milliarden-Boom

iPhone-Apps: Lukrative Handy-Intelligenz Zur Großansicht

iPhone-Apps: Lukrative Handy-Intelligenz

Sie sind bunt, sexy und bisweilen praktisch - und sie formen in Rekordzeit einen neuen Massenmarkt: Mini-Programme, die Handys schlauer machen, bescheren IT-Konzernen Rekordprofite. Laut einer Studie werden Nutzer in diesem Jahr 6,2 Milliarden Dollar für Apps ausgeben.

Egham - Die Mobilfunkbranche produziert in Rekordzeit neue Trends. 2007, als Apple Chart zeigen sein iPhone einführte, waren Apps noch kaum jemandem ein Begriff - 2010 avancieren die Mini-Programme fürs Handy endgültig zum Massenmarkt: Laut einer Studie des Marktforschers Gartner werden Nutzer in diesem Jahr weltweit 6,2 Milliarden Dollar für Anwendungen ausgeben, die Handys schlauer machen. Binnen eines Jahres würde der Markt damit um knapp 60 Prozent wachsen.

Auch die Zahl der heruntergeladenen Mini-Programme steigt laut Gartner gewaltig: 4,5 Milliarden Apps sollen 2010 heruntergeladen werden - das wäre ein Plus von 79 Prozent. Acht von zehn Downloads seien kostenlos. Auch der Werbemarkt kommt der Studie zufolge allmählich in Schwung: 2010 dürften die Anbieter schon 600 Millionen Dollar mit Werbung erwirtschaften, die innerhalb der Apps geschaltet wird.

Der Zenit ist damit noch lange nicht erreicht. Für das Jahr 2013 rechnet Gartner mit 21,6 Milliarden Downloads und einem Umsatz von insgesamt 29,5 Milliarden Dollar. Kostenlos sind den Erwartungen zufolge dann 87 Prozent aller Applikationen, der Anteil der mit Werbung gesponserten Applikationen werde bei rund einem Viertel liegen.

Schon jetzt gibt es für fast jeden Belang des Lebens eine App. Das Angebot reicht von Computerspielen über mobile Fahrplanauskünfte, Übersetzungs-Tools, Fernbedienungen für die Audiosoftware iTunes bis hin zu komplett Sinnfreiem wie einem virtuellen Bierglas, das man austrinken kann, indem man das iPhone seitlich neigt:

Unangefochtener Spitzenreiter bei den Mini-Programmen ist Apple. Weit mehr als hunderttausend Programme bieten die Amerikaner mittlerweile für ihr iPhone an. Doch auch die Konkurrenz hat mittlerweile eine ganze Menge Handy-Software im Angebot. Der Internetriese Google Chart zeigen etwa bietet für sein Handy-Betriebssystem Android gut 20.000 Apps an. Weit abgeschlagen bei den Apps ist dagegen Weltmarktführer Nokia Chart zeigen: Dessen Ovi-Store umfasst bislang nur wenige tausend Programme.

Schlaue Software als Wettbewerbsvorteil

Dass das Geschäft mit der iPhone-Software boomt, liegt nicht zuletzt daran, dass es sich für Programmierer zum Teil erheblich lohnt, solche Programme zu entwickeln. Denn die Programme werden meist über einen zentralen Downloadshop verkauft. 30 Prozent Provision kassiert beispielsweise Apple pro heruntergeladener Anwendung - den Rest bekommt der Programmierer, der auch den Kaufpreis seiner Software selbst festlegen kann.

Manch IT-Nerd ist durch eine besonders begehrte App schon Millionär geworden. viele programmieren allerdings auch mit Verve Anwendungen, die im Online-Orkus versauern und mit denen sie kaum Geld verdienen.

Für Handy-Hersteller sind die Mini-Programme aber nicht nur eine lukrative Einnahmequelle - sie sind auch strategisch bedeutsam. Denn die Macht auf dem Mobilfunkmarkt wird zusehends darüber definiert, wie schlau die Handy-Anwendungen sind, die ein Konzern anbietet. Je stärker und vielfältiger die Dienste, die auf einem Smartphone verfügbar sind, desto größer sind die Verkaufschancen.

Die "Business Week" sieht wegen dieser Entwicklung schon das Zeitalter der "App Economy" anbrechen. Andere Experten gehen davon aus, dass die Mobilsoftwareshops in wenigen Jahren schon wieder obsolet sein könnten - spätestens wenn schnelle Mobilfunkstandards flächendeckend verfügbar sind und das Internet auf dem Handy ebenso dargestellt werden kann wie heute auf PC oder Laptop. Dann nämlich könnten kleine Programme, die aktuell in den Mobilfunk-Stores verkauft werden, direkt im Browser dargestellt werden.

ssu

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insgesamt 14 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
19.01.2010 von olleolaf: Das ist mir

auch ein Rätsel. Wie auch immer, einfach als Lesezeichen speichern: http://forum.spiegel.de/forumdisplay.php?f=22 mehr...

19.01.2010 von tux: Ja, aber...

Da stimme ich durchaus zu, es hebt die Diskussion nur auf eine andere Ebene. Denn die Aussage gilt für viele Alltagsgegenstände. Wir sind schon lange abhängig von der Technik. Aber ohne Technik und Fortschritt hätten wir z.B. [...] mehr...

19.01.2010 von Fackus: homo technicus

Ihre Argumente klingen ja stimmig - die Sache hat aber Haken. Nehmen wir das mit dem Verlaufen im Wald .. in der Vorhandy-Ära hat man noch die einfachen Pfadfindertricks beherrscht um das Problem zu lösen. Oder die [...] mehr...

19.01.2010 von tux: Ein bisschen mehr Aufgeschlossenheit

Es ist schon erstaunlich wie sehr sich manche Leute gegen Neuerungen wehren. Angst vor dem Fortschritt? Wir müssen gar nicht über Sinn und Unsinn vieler Apps diskutieren. Es gibt viele Anwendungen die relativ sinnfrei nur der [...] mehr...

19.01.2010 von alida80: Gibt auch nützliches

Ja, ja, die Gartner-Voraussagen. In der Regel sind sie entweder nichts Neues für jeden, der den Markt ein wenig beobachtet - oder sie sind falsch. Natürlich gibt es bei den iPhone Apps jede Menge Mist, der nur installiert [...] mehr...

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