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26.01.2010
 

Vertrag perfekt

GM verkauft Saab an Spyker

Saab-Messestand in Genf: Aufatmen für 3400 MitarbeiterZur Großansicht
Jürgen Pander

Saab-Messestand in Genf: Aufatmen für 3400 Mitarbeiter

Rettung in letzter Minute: Die General-Motors-Tochter Saab wird nun doch an den niederländischen Sportwagenhersteller Spyker verkauft. Der US-Autogigant bestätigte den Vertragsabschluss am Abend und damit eine Meldung des "Wall Street Journal".

New York - Für die Saab-Beschäftigten war es ein Wechselbad der Gefühle. Noch am Morgen stand ihre Existenz auf dem Spiel - am Abend dann die erlösende Nachricht. Das "Wall Street Journal" hatte unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen von einer Einigung berichtet. Kurze Zeit später schließlich kam die Bestätigung von General Motors: Der Verkauf ist perfekt.

Dem Bericht zufolge zahlt Spyker Cars für den schwedischen Automobilhersteller rund 74 Millionen Dollar in bar. Daneben werde die Europäische Investitionsbank (EIB) einen Kredit über 400 Millionen Euro bereitstellen, der von der schwedischen Regierung garantiert werde. Nach dem Abschluss der Transaktion werde GM Vorzugsaktien im Wert von 326 Millionen Dollar an Saab halten. Damit hielte GM weniger als ein Prozent der Stimmrechte an Saab, hieß es weiter.

Zuvor hatten auch die US-Fernsehsender Fox Business Network und CNBC berichtet, dass Saab nun doch an Spyker verkauft werde. GM und Spyker hätten eine Einigung erzielt, hieß es unter Berufung auf eine Spyker nahestehende Person.

Im Dezember waren Verhandlungen zwischen GM und Spyker zunächst gescheitert. Die Niederländer hatten daraufhin ihr Angebot für Saab überarbeitet. Während GM die Verhandlungen mit Spyker und anderen Interessenten fortführte, bereitete der US-Automobilhersteller gleichzeitig die Abwicklung der schwedischen Traditionsmarke vor. Saab beschäftigt derzeit noch 3400 Menschen in Schweden. Gewerkschaftsangaben zufolge könnte das Aus des Autobauers den Verlust von rund 8000 Arbeitsplätzen bedeuten, weil auch Zulieferer betroffen wären.

Annäherung über das Wochenende

Auch am Dienstagmorgen noch schien die Rettung wieder in weite Ferne gerückt, nachdem sich ein weiterer Interessent verabschiedet hatte. Die Investorengruppe um Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zog sich am Montag zurück. Am Vortag hatte GM-Chef Ed Whitacre zwar von "fortgeschrittenen Gesprächen" berichtet. Er machte aber gleichzeitig klar, dass er den Verhandlungen nicht mehr viel Zeit einräumt.

Whitacre drängte auf eine schnelle Lösung, weil er den Konzern noch in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen zurückbringen will. Die schwedische Tochter schreibt aber seit ihrer Zugehörigkeit zu General Motors fast durchgängig rote Zahlen. Über das Wochenende hatten sich General Motors und Spyker angenähert. Der US-Autokonzern verlangt aber nicht nur, dass die Niederländer den Kauf finanzieren können. Sie müssen auch den langfristigen Betrieb sicherstellen. GM will verhindern, dass die angeschlagene Tochter nach einem Verkauf unkontrolliert abstürzt.

Für die deutsche Tochter Opel steht dagegen das Sanierungskonzept. "Jetzt geht es nur noch darum, zu einer abschließenden Einigung (mit den Gewerkschaften und Betriebsräten) zu kommen. Ich hoffe, das wird in den kommenden zwei bis drei Wochen passieren", sagte Opel-Chef Nick Reilly am Dienstag in Rüsselsheim. Die Mitarbeiter sollen auf 265 Millionen Euro Lohn in den kommenden fünf Jahren verzichten, das Werk Antwerpen wird geschlossen.

GM war im vergangenen Jahr in die Insolvenz geschlittert. Nur dank einer 50 Milliarden Dollar umfassenden Finanzspritze der US- und der kanadischen Regierung gelang der Neustart. Whitacre räumt nun kräftig auf. Mit einer neuen Mannschaft und neuen Modellen will er das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen.

mik/ddp/dpa-AFX

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07.11.2009 von localpatriot: Gar nicht hinterhaeltig.....eher offen und strategisch richtig...

Liebe Rabenkraehe, Vor einem Jahr stand GM vor dem Bankrott, den es unter allen Umstaender vermeiden wollte. Das wesentliche war das Ueberleben der Gesellschaft. Wir alle haben vom Wolf gehoert der das eigene Bein abbiss um [...] mehr...

07.11.2009 von pragmat: ????

Was will sysop denn wirklich? Diese Frage ist schon längst überholt. Schaltet endlich ab oder umformuliert die Frage! mehr...

07.11.2009 von rabenkrähe:

...... Der Merkel stand im Wahlkampf, da galt es Entschlossenheit und Erfolge vorzugaukeln. Diesbezüglich waren die anderen allerdings nicht besser, sonst hätten sie in ihrer Opel-Rettungstrunkenheit erkennen können, daß es [...] mehr...

06.11.2009 von Karkur:

Sehr geehrter Herr Flame 2! Beste Grüsse aus Mecklenburg und ich entschuldige mich für die Landsleute in Vorpommern um Stralsund herum, die "Dem Merkel" zu einem Direktmandat verholfen haben! Ich habe diese Dame nie [...] mehr...

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Saab

Die Vorgeschichte

1946 wurde der Ur-Saab entwickelt. Der Prototyp lief dann als Saab 92 vom Band. Jahrzehntelang galten die Autos aus Trollhättan als Beispiel für ungewöhnliches Design und technische Innovation. Seit dem Jahr 2000 gehört Saab dem US-Hersteller General Motors.

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