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05.02.2010
 

Musikverlage

EMI warnt vor Zahlungsschwierigkeiten

Sean Lennon und seine Mutter Yoko Ono auf einer EMI-Party: Milliardenkredite werden fälligZur Großansicht
AP

Sean Lennon und seine Mutter Yoko Ono auf einer EMI-Party: Milliardenkredite werden fällig

Der Fall ist ein Beispiel dafür, was Heuschrecken anrichten können: Seit die Beteiligungsgesellschaft Terra Firma eingestiegen ist, häufen sich bei dem traditionsreiche Musiklabel EMI die Probleme. Nach erneuten Verlusten spitzt sich die Lage jetzt gefährlich zu.

London - Internetpiraterie, und illegale Raubkopierer machen der Musikbranche schon seit Jahren zu schaffen. Doch für EMI Music Chart zeigen ist die Lage besonders schwer. Nach einem Milliardenverlust warnte der britische Traditionskonzern am Donnerstag jetzt vor Zahlungsschwierigkeiten. Im März stehen demnach Kreditverträge über insgesamt fast drei Milliarden Euro zur Überprüfung an. Zu erwarten sei, dass am Ende der Verhandlungen eine "wahrscheinlich bedeutende Deckungslücke" entstehen werde, erklärte das Haus, das Weltstars wie die Beatles, Robbie Williams und Depeche Mode im Angebot hat.

EMI ist zum abschreckenden Beispiel dafür geworden, was bei einer Übernahme durch Privatinvestoren alles schieflaufen kann. Seit sich die Beteiligungsgesellschaft Terra Firma 2007 zur besten Zeit der Branche mit vier Milliarden Pfund einkaufte, ächzt der Konzern unter einem riesigen Schuldenberg. Terra Firma habe Investoren bereits schriftlich mitgeteilt, dass es voraussichtlich 100 Millionen Pfund flüssigmachen müsse, um EMI bis März 2011 über Wasser zu halten, sagte eine Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist.

Die Gesellschaft wirft der Citigroup Chart zeigen vor, sie bei der Übernahme über den Tisch gezogen und einen überhöhten Preis verlangt zu haben. Das Verfahren läuft vor einem Gericht in New York. Für das Geschäftsjahr zu Ende März 2009 wies EMI unter dem Strich ein Minus von umgerechnet fast 1,8 Milliarden Euro aus. Wegen der anhaltenden Krise der Musikindustrie musste EMI den Wert seines Song-Katalogs deutlich nach unten korrigieren.

Die Branche kämpft seit Jahren gegen Raubkopien und illegale Online-Börsen. EMI hat einen Sanierungsplan aufgelegt und 2000 Stellen gestrichen, um wieder zu Rivalen wie Universal Music Group und Warner Music Group Chart zeigen aufzuschließen. In den Streitereien kamen dem Label jedoch inzwischen Künstler wie die Gruppe Radiohead abhanden.

mik/Reuters/dpa

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insgesamt 26 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
05.02.2010 von David Lonsdale: Ja zur Neddebatte!!

Wenn ich mich mal selber zitieren darf: "Na - weil wie so oft (oder üblich...) vorgegangen wurde... EMI bekommt die Übernahmeverpflichtungen incl. geschätzter 300,000,000 € Zinsbelastungen p. A. aufgebürdet und Terra [...] mehr...

05.02.2010 von OoogaBoooga: .

Ich stimme ihnen zu. Wieso sollte auch die "Heuschrecke" schuld sein? Das Geschäftsmodell ist überholt, das ist alles. Eventuell kommen noch Managementfehler und hier und da Inkompetenz hinzu (sonst würden die [...] mehr...

05.02.2010 von sozialminister: Private Equity

Ich sollte vielleicht auch mal eine Heuschrecke werden. Dann würde ich mir auch mal einen Musikverlag kaufen und ihn ausbluten lassen. Wird bestimmt nicht schaden, wenn diese ganzen Pop-Idole endlich aussterben. Ich höre [...] mehr...

05.02.2010 von ecolina: Titel

Ihre Welt scheint aber auch ähnlich schlicht gestrickt wie die des Artikel-Autoren, oder? mehr...

05.02.2010 von David Lonsdale: Ja zur Neddebatte!!

Na - weil wie so oft (oder üblich...) vorgegangen wurde... EMI bekommt die Übernahmeverpflichtungen incl. geschätzter 300,000,000 € Zinsbelastungen p. A. aufgebürdet und Terra Firma kassiert nur... Insofern ist es in der Tat [...] mehr...

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