Hamburg - Zu diesem Ergebnis kommt nach Informationen des SPIEGEL eine Sonderprüfung durch Anwälte und Wirtschaftsprüfer, die im Herbst von der Konzernleitung in Auftrag gegeben wurde. Der Prüfbericht soll noch in der kommenden Woche der Staatsanwaltschaft über geben werden.
Am Mittwoch wird Bahnchef Rüdiger Grube die Ergebnisse im Verkehrsausschuss des Bundestages vorstellen. Bei der Beschaffung und Wartung der S-Bahn-Züge der Baureihen 481/482, deren Reparaturanfälligkeit seit Frühsommer 2009 zu erheblichen Verkehrseinschränkungen führte, stellten die Prüfer schwere Defizite fest.
So habe das Unternehmen noch im Januar 2007, vor Ablauf der Verjährungsfrist, auf Nachbesserungen gegen- über dem Hersteller verzichtet. Wartungsarbeiten an sicherheitsrelevanten Teilen wie Rädern und Bremssystemen seien unzureichend dokumentiert.
Zentrale Unterlagen fehlten; offen sei, ob diese vernichtet wurden. Die Prüfer fanden zudem Hinweise auf Manipulationen bei Testfahrten oder deren Messergebnissen, die im Jahr 2005 die langfristige Haltbarkeit der Radscheiben nachweisen sollten. Diese Haltbarkeit habe aber womöglich nie bestanden, so die Meinung der Prüfer.
Der Bruch einer solchen Radscheibe, der im Mai vorigen Jahres zur Entgleisung eines S-Bahn-Zuges führte, hatte die Krise bei der Berliner S-Bahn ausgelöst. Hunderte von Zügen mussten in die Werkstätten.
hil
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