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24.02.2010
 

Wirtschaftskrise

Welthandel erleidet Rekordeinbruch

Hamburger Hafen: Weltweiter Handel brach im vergangenen Jahr um zwölf Prozent einZur Großansicht
DPA

Hamburger Hafen: Weltweiter Handel brach im vergangenen Jahr um zwölf Prozent ein

Der weltweite Handel ist im Jahr 2009 so stark eingebrochen wie seit 1945 nicht mehr. Laut WTO ging der Austausch von Waren und Dienstleistungen um zwölf Prozent zurück.

Brüssel/Wiesbaden - Der Welthandel ist im vergangenen Jahr drastisch eingebrochen. Gegenüber dem Vorjahr sei der Austausch von Waren und Dienstleistungen um zwölf Prozent zurückgegangen, sagte der Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, am Mittwoch in Brüssel. Damit verzeichnet der weltweite Handel einen Rückgang wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr.

Anfang Dezember hatte die in Genf beheimatete WTO noch mit einem Einbruch von zehn Prozent gerechnet. Der Rückgang ist demnach vor allem eine Folge der wirtschaftlichen Krise in den Industrieländern. Die Situation macht den Abschluss der sogenannten Doha-Runde zur Liberalisierung des weltweiten Handels in Lamys Augen noch dringlicher. Es sei "wirtschaftlich zwingend", die Verhandlungen in diesem Jahr abzuschließen, sagte Lamy.

In der Doha-Runde geht es um den Abbau von Handelsschranken wie Zöllen oder Einfuhrkontingenten, aber auch um Fragen wie die des geistigen Eigentums. Die 2001 begonnenen Verhandlungen stocken seit Jahren. Strittig ist zum Beispiel, wie weit Entwicklungsländer ihre Märkte für Waren aus den Industriestaaten öffnen und sie damit deren Konkurrenz aussetzen sollen.

Dax rutscht ab - Rezession noch nicht überwunden

Am Aktienmarkt drückten die unsicheren Konjunkturperspektiven die Stimmung. Der deutsche Aktienindex rutschte ins Minus, erholte sich aber wieder. Seit Wochenbeginn hat der Leitindex rund 2,5 Prozent nachgegeben. "Zum Jahreswechsel wurde groß gefeiert, dass die Rezession überwunden ist, jetzt stellen wir fest, dass die Erholung tatsächlich holprig ist", sagte Michael Köhler von der Landesbank Baden-Württemberg.

"Der schwache Ifo-Index und das US-Verbrauchervertrauen gestern haben durchaus einen Schock ausgelöst", sagte ein Händler. "Es ist unglaublich schwer, Anleger zum Einstieg zu motivieren, wenn der Markt derart schnell einknickt." Dazu kämen laut Aktienanalyst Köhler die Sorgen um die wirtschaftliche Lage in Griechenland.

Am Mittwochvormittag hatte das Statistische Bundesamt außerdem bekannt gegeben, dass Deutschland im Krisenjahr 2009 tiefer in die roten Zahlen gerutscht ist, als bisher angenommen. Das Staatsdefizit habe im vergangenen Jahr 79,3 Milliarden Euro betragen, teilte die Behörde mit. Die gesamtstaatliche Neuverschuldung kletterte damit auf 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Deutschlands Defizit größer als erwartet

Damit überschritt Deutschland erstmals seit 2005 wieder die Maastricht-Grenze, die ein Defizit von maximal drei Prozent des BIP erlaubt. Schon von 2002 bis 2005 hatte Deutschland diese Hürde gerissen. Im Juni 2007 stellte Brüssel das Defizitverfahren gegen Deutschland ein. 2008 hatte Deutschland einen ausgeglichenen Haushalt. Die drastische Verschlechterung der öffentlichen Finanzen im Vergleich zu 2008 ist nach Angaben der Bundesbank zu knapp 50 Prozent auf die Konjunkturentwicklung zurückzuführen.

Im Januar waren die Statistiker für das Jahr 2009 zunächst von einem Fehlbetrag von 77,2 Milliarden Euro und einer Defizitquote von 3,2 Prozent ausgegangen. Ökonomen hatten mit einem deutlich negativen Ergebnis gerechnet, da neben den Konjunkturprogrammen auch die Kurzarbeit und die infolge der Wirtschaftskrise sinkenden Steuereinnahmen die öffentlichen Haushalte belasteten.

lgr/AFP/Reuters/dpa-AFX

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21.03.2010 von johndoe2: Interner Hilferuf der Polizei !

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24.02.2010 von frubi: .

So. Jetzt noch den Karren so richtig an die Wand fahren damit es auch die letzten kapieren in welchem Gefägniss wir sitzen. Zu Wheinachten 2010 wünsche ich mir Anarchie. Weil bei einer "normalen Depression" gehen am [...] mehr...

24.02.2010 von Cui Bono?: Sch...Karma, oder?

Es vollzieht sich lediglich, wovon ich schon seit geraumer Zeit felsenfest überzeugt bin: Die Manifestierung des globalen Karma. mehr...

24.02.2010 von Cui Bono?: Sch...Karma, oder?

Es vollzieht sich lediglich, wovon ich schon seit geraumer Zeit felsenfest überzeugt bin: Die Manifestierung des globalen Karma. mehr...

24.02.2010 von orion4713: macht aber Spass

es ist doch so schön, Prognosen abzugeben. Gestern wurde im ZDF eine Prognose des Stat. Bundesamtes veröffentlicht, nach der die Bevölkerung bis 2060 (in 50 Jahren!!!) auf 64,5 Mio. schrumpfen soll! Keiner weiß, was in 2 Jahren [...] mehr...

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Die Maastricht-Kriterien

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Die Teilnahme an der Europäischen Währungsunion ist nach dem Vertrag von Maastricht an fünf Kriterien geknüpft. Sie sollen sicherstellen, dass die Euro-Länder sich wirtschaftlich so angenähert haben, dass sie reif für eine gemeinsame Währung sind:

1. Die Neuverschuldung soll nicht mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen.

2. Für die Staatsverschuldung gilt ein Richtwert von 60 Prozent des BIP, den die Länder einhalten oder dem sie sich annähern sollen.

3. Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der drei preisstabilsten Länder liegen.

4. Die langfristigen Zinssätze dürfen nicht mehr als zwei Prozentpunkte über dem Durchschnitt der drei preisstabilsten EU-Länder liegen.

5. Die Währung muß sich mindestens zwei Jahre spannungsfrei und ohne Abwertung im Europäischen Währungssystem bewegt haben.







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