Wirtschaft


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26.02.2010
 

Griechenland-Krise

Hedgefonds verschwören sich gegen den Euro

Graffiti im Zentrum Athens: Euro nur noch 1,36 Dollar wertZur Großansicht
DPA

Graffiti im Zentrum Athens: Euro nur noch 1,36 Dollar wert

Mehrere Hedgefonds-Manager spekulieren darauf, dass der Euro durch die Griechenland-Krise noch schwächer wird. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ein geheimes Treffen von Branchengrößen. Damit könnten die Finanzbosse die Euro-Länder in große Bedrängnis bringen.

New York - Großinvestoren wollen die Schwäche des Euro für sich ausnutzen. Mehrere gewichtige Hedgefonds hätten Wetten darauf abgeschlossen, dass der Kurs der Gemeinschaftswährung weiter falle, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag. Anfang des Monats hätten sich bekannte Namen der Szene bei einem exklusiven Dinner in einem Privathaus in Manhattan getroffen, um bei Filet Mignon und mit Zitrone gebratenem Hühnchen darüber zu sprechen, wie sie von der Schuldenkrise in der Euro-Zone profitieren könnten.

Einige der Hedgefonds-Manager rechneten damit, dass der Euro vom Wert her mit dem US-Dollar gleichziehe, schrieb die Zeitung. Derzeit bekommen Europäer für ihre Währung noch 1,36 Dollar. Ende letzten Jahres waren es allerdings noch 1,51 Dollar gewesen. Dann kamen Zweifel darüber auf, dass Griechenland seine ausgeuferten Schulden in den Griff bekommt. Mittlerweile diskutieren die EU-Staaten, ob und wie sie dem Land finanziell beispringen.

Bereits in der Vergangenheit haben Investoren mit ihren Wetten selbst große Industriestaaten in Bedrängnis gebracht. Über sogenannte Hebelgeschäfte können sie die Wirkung ihrer Einsätze vervielfachen. Nach Angaben der Zeitung hat an dem Treffen in Manhattan auch ein Vertreter des Fonds von US-Milliardär George Soros teilgenommen. Der genauso bewunderte wie gefürchtete Spekulant hatte 1992 gegen das britische Pfund gewettet und dabei rund eine Milliarde Dollar Gewinn gemacht.

fro/dpa-AFX

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Steckbrief: Griechenland

Schuldenquote: 112,6 Prozent des nationalen BIP

Haushaltsdefizit: 12,7 Prozent des nationalen BIP (2009)

BIP-Wachstum: -1,1 Prozent (Prognose 2009)

Anteil am BIP der Euro-Zone: 2,6 Prozent (2008)

Quelle: EU-Kommission






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