Berlin/Peking - Unerwarteter Rückschlag für die deutschen Exporteure: Die Ausfuhren sind im Januar so stark geschrumpft wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie brachen im Vergleich zum Dezember um 6,3 Prozent ein, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das war der größte Rückgang seit einem Jahr. Im Vergleich zum Januar 2009 stiegen die Ausfuhren um 0,2 Prozent.
Im krassen Kontrast dazu stehen die chinesischen Zahlen: Dort sind die Exporte im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 45,7 Prozent gestiegen. Es ist das größte Plus der letzten drei Jahre - und liegt noch über den Erwartungen von Analysten, die mit einem Wachstum von 35 bis 40 Prozent gerechnet hatten.
In China verstärkte sich damit ein positiver Trend, der seit Dezember andauert. Bereits im Februar hatte China Deutschland als Exportweltmeister abgelöst - ein inoffizieller Titel, den Deutschland seit 2003 beanspruchen konnte.
Der Rückschlag für den deutschen Export kam für Analysten überraschend. Sie hatten mit einem Jahresplus von 0,8 Prozent gerechnet. Während die Ausfuhren in die EU-Länder, dem mit Abstand größten deutschen Exportmarkt, um 1,1 Prozent zurückgingen, legten sie in die übrigen Staaten um 2,5 Prozent zu. Im Krisenjahr 2009 hatten die erfolgsverwöhnten Exporteure den schwersten Rückschlag seit Gründung der Bundesrepublik erlitten.
Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank sagte, Produktion und Aufträge seien zuletzt "okay" gewesen. "Da muss bei den Ausfuhren ein Sondereffekt eine Rolle gespielt haben. Denn diese Zahlen passen nicht in das Bild der anderen Wirtschaftsindikatoren. Auch Einkaufsmanagerindex und Ifo-Umfrage hatten für eine Erholung der exportabhängigen Industrie gesprochen."
Verwundert zeigte sich auch Simon Junker von der Commerzbank: "Ich kann nicht genau sagen, was da passiert ist. Ich bin überrascht, dass die Zahlen so schlecht sind. Anscheinend ist die Binnennachfrage gut, wenn die Importe so stark steigen. Das ist aber auch das einzige Positive, was man aus den Daten herausziehen kann."
Die Zahl sei eine Katastrophe und spreche nicht dafür, dass der Außenhandel zum Wachstum beitragen wird. "Trotzdem sind wir nach wie vor der Meinung, dass das erste Halbjahr stark werden wird", sagte Junker. "Vielleicht nicht unbedingt das erste Quartal. Wir gehen davon aus, dass wir schon in den nächsten Monaten wieder Zuwächse beim Export bekommen."
Jürgen Michels von der Citigroup erklärt die schlechten Exportzahlen mit dem Wetter: "Die Frage ist, inwieweit das kalte Winterwetter das Ergebnis verzerrt hat." Daher sei es noch zu früh zu sagen, die Exporte laufen nicht mehr. "Es sieht im Moment nicht danach aus, dass der Außenhandel die Konjunktur im ersten Quartal gestützt hat. Aber es gilt, die Ergebnisse für Februar und März abzuwarten."
cte/Reuters/apn
Danke! Je mehr Bürgen diese unfragbaren Fragen stellen, umso eher bekommen wir vielleicht unsere Politikdarsteller mal dazu, uns zu erzählen für wen solche Gesetze, Regelungen und Abkommen gut sein sollen (ausser sie selbst [...] mehr...
...kann mir das mal jemand erklären? Wieso kann China auf in Europa produzierte Waren so hohe Importzölle erheben dass sich nur noch die Produktion vor Ort lohnt....und die EU darf im Gegenzug nichtmal mickrigste Importzölle auf [...] mehr...
Wie kann China als WTO Mitglied hohe Einfuhrzölle auf PKW erheben? Und warum werden dann keine hohen Eifuhrzölle auf Textilien , Schuhe, Spielzeuge aus China in der EG erhoben usw um unsere Arbeitsplätze zu schützen? Schlafen [...] mehr...
Werter Diomedes, wie immer zwei exzellente Post an mich;ich brauche etwas Zeit zu antwarten;bei mir ist schon 8:30 abends und die Maedels rufen an.... hier noch ein guter Link der Sie auch heute Nacht beschaeftigen koennte [...] mehr...
ich wollte nicht alte Kamellen aufwärmen, ich denke eher so an aktuellere Naturkatastrophen und Industrieunfääle und ähnliches. Und die Art und Weise wie diese kommuniziert und dann auch effizient bewältigt werden. Beim übrigen [...] mehr...
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