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10.03.2010
 

Ärger über USA

Geplatzter Airbus-Deal vergrätzt Wirtschaftspolitiker

Airbus KC-30 (Simulation): "Das muss politisch gegenüber den USA thematisiert werden"Zur Großansicht
Getty Images / Northrop Grumman

Airbus KC-30 (Simulation): "Das muss politisch gegenüber den USA thematisiert werden"

Deutsche Abgeordnete kritisieren die US-Regierung scharf. Die Niederlage von Airbus beim milliardenschweren Bieterstreit um Tankflugzeuge sei ein "skandalöser Vorgang". Der Vorwurf: Washington betreibe Protektionismus.

Dortmund - Abgeordnete von CDU, FDP und SPD üben heftige Kritik an den USA: Die Ausschreibung von 179 Tankflugzeugen mit angeblicher Bevorzugung des US-Konzerns Boeing sei ein Skandal und nicht hinnehmbar. Am Montag hatte der US-Partner des Airbus-Mutterkonzerns EADS, Northrop Grumman, seinen Ausstieg aus dem Projekt bekannt gegeben - mit der Begründung, die US-Regierung habe die Ausschreibung voll auf Boeing zugeschnitten.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hatte sich am Dienstag enttäuscht über die Vorgehensweise des US-Verteidigungsministeriums gezeigt. Boeing werde deutlich bevorzugt, sagte der FDP-Politiker. "Auch bei der Beschaffung von Rüstungsgütern sollte der freie Wettbewerb nicht einseitig eingeschränkt werden. Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise schaden schon Anzeichen von Protektionismus."

Die wirtschaftspolitischen Sprecher der drei größten Bundestagsfraktionen werden nun noch deutlicher: Der CDU-Abgeordnete Joachim Pfeiffer sagte den Dortmunder "Ruhr Nachrichten": "Das ist ein skandalöser, nicht hinnehmbarer Vorgang. Das muss politisch gegenüber den USA thematisiert werden."

Ähnlich äußerte sich der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Paul Friedhoff: "Die Regierung muss gegenüber den Vereinigten Staaten darauf dringen, dass diese protektionistischen Tendenzen aufhören", sagte er.

Garrelt Duin, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD, sagte der "Bild"-Zeitung: "Das ist ein skandalöser Vorgang. Die Amis agieren auf Taschenspielertrick-Niveau." Wirtschaftsexperte Duin sagte der Zeitung weiter: "Die Amerikaner reden nur von freiem Wettbewerb, wenn es zu ihrem Vorteil ist. Man kann nicht die Spielregeln ändern, wenn einem der Gewinner nicht passt."

cte/ddp

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insgesamt 207 Beiträge zum Forum...
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30.04.2010 von wowirom: Jammern hilft nicht

Sie vergessen, 1) daß wir Juniorpartner bei EADS sind, 2) daß wir WW II verloren haben, 3) daß erst ca. 10 Jahre nach Kriegsende in Deutschland wieder Luftfahrtechnik-Lehrstühle erlaubt waren, 4) daß deutsche Spezialisten [...] mehr...

30.04.2010 von wowirom: Nein

Nein, es handelt sich um eine Neuentwicklung, deren Steuerung sicher gegen jede Form von Elektro-Smog ist. mehr...

29.04.2010 von sitiwati: na klar

immer nach dem Motto: nehmen ist seliger, denn geben! mehr...

29.04.2010 von peterman:

Das sehen die Nachbarländer sicher anders. Die finden die Deutschen Politiker prima. Fragen Sie mal die Pigs Länder. mehr...

29.04.2010 von sitiwati: warum sollen

dies ich krumm machen, das ist das selbe wie mit den deutschen Botschaften, ein Herz für Landsleute, ja was noch alles ! mehr...

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