Hamburg - Neuer Zoff bei Airbus: Wegen der Pannen beim Bau des Militärtransporters A400M streiten einem Bericht der "Financial Times Deutschland" ("FTD") zufolge der Flugzeugbauer und das Triebwerkskonsortium Europrop International (EPI) um Schadensersatz. Die Airbus-Militärsparte (AMSL) fordere insgesamt rund 500 Millionen Euro von dem Konsortium, während das Bündnis seinerseits rund 425 Millionen Euro von AMSL eintreiben will, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf EADS-Unterlagen. Es gehe um die Frage, wer für die bisher fast zweijährigen Verzögerungen verantwortlich ist.
EADS-Chef Louis Gallois hatte am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz in Paris gesagt: "Wir haben Forderungen gegen sie, und sie haben Forderungen gegen uns." Es werde voraussichtlich Jahre dauern, bis darüber entschieden sei. Eine EPI-Sprecherin wollte sich in der "FTD" nicht äußern, da es sich um eine "kommerziell vertrauliche Angelegenheit zwischen Airbus und EPI" handele. Das operative Geschäft laufe ungestört, und das Konsortium unterstütze Airbus weiter beim Testprogramm und der Planung.
fro/dpa-AFX
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte | RSS |
| alles zum Thema Airbus A400M | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH