Bitterfeld-Wolfen - Der Vorstandschef und Firmenmitgründer des krisengeschüttelten Solarzellenherstellers Q-Cells, Anton Milner, ist von seinem Posten zurückgetreten. Milner werde mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand ausscheiden, teilte Q-Cells am Donnerstag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mit.
Finanzvorstand Nedim Cen werde in Personalunion den Vorstandsvorsitz übernehmen. Er solle Q-Cells im Eiltempo strategisch neu aufstellen und das laufende Restrukturierungsprogramm abschließen.
Zum Rücktritt fand der Konzern lobende Worte für Milners Verdienste: Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens sei eng verbunden mit der Person Anton Milner, betonte Aufsichtsratschef Marcel Brenninkmeijer. Um Q-Cells in einem überaus schwierigen Marktumfeld aber wieder auf einen nachhaltigen Erfolgskurs zu bringen, müsse das Unternehmen aber "die konsequente Neuausrichtung intern wie extern vollziehen".
Milner räumte ein, wegen der dramatisch schlechten Zahlen habe Q-Cells das Vertrauen des Kapitalmarktes verloren. Der einstige Börsenliebling Q-Cells hatte sich seit seiner Gründung 1999 innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Solarzellenhersteller weltweit entwickelt. Die lange Erfolgsgeschichte ging Ende 2008 abrupt zu Ende, als sich in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise der Solarmarkt völlig veränderte. Binnen weniger Monate kippte der Verkäufermarkt, in dem Weltmarktführer Q-Cells gar nicht genug produzieren konnte, in einen von Überkapazitäten und einbrechenden Preisen geprägten Käufermarkt.
Stärkerer Fokus auf Kleinanlagengeschäft
Vor allem die wachsende Konkurrenz aus China machte Q-Cells seitdem schwer zu schaffen. Drei Mal musste das Unternehmen seine Prognose für das vergangene Jahr kappen, um sie schließlich ganz aufzuheben. Der Aktienkurs verlor im Vergleich zu seinem Höchststand inzwischen mehr als 90 Prozent. Analysten kritisierten Milner, mit zu optimistischen Prognosen das Vertrauen der Anleger enttäuscht zu haben.
"In dieser Situation ist es aus meiner Sicht im besten Interesse des Unternehmens, das ich mit aufgebaut habe, mein Amt als Vorstandsvorsitzender niederzulegen und den Weg für einen Wechsel frei zu machen", erklärte Milner. Er soll dem Unternehmen als Berater erhalten bleiben.
Cen betonte, dass es keinen Streit zwischen ihm und Milner über die Strategie gegeben habe, kündigte aber zugleich "Ergänzungen" in der Unternehmenspolitik an. "Unser Geschäftsmodell wird auf Wachstum mit nachhaltigeren Erträgen und einer besseren Risikogewichtung ausgerichtet."
Das bedeute auch, dass Q-Cells künftig weniger von großen Solarprojekten abhängig sein will, sondern sich auch stärker um das Kleinanlagengeschäft kümmern will. Das Technologieportfolio will er stärker fokussieren und so die finanziellen Belastungen senken. Die Finanzierung für das laufende Jahr sei gesichert, bekräftigte Cen. Ein weiterer Stellenabbau sei nicht geplant.
ssu/dpa-AFX/Reuters
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Hallo Lucky Lordax! Ausser der Überschrift der Norm konnte ich dort nichts finden, auch nicht, wieso dieses Solarpaneel eine Strahlungsleistung hat. Das Modul strahlt doch gar nicht. Meines Erachtens strahlt doch nur die Sonne [...] mehr...
Das ist falsch. Staatliche Auftraggeber würden zu rund 25% höheren Kosten führen. Das ist erwiesen. mehr...
Wie ich dem von dir Vorgebrachten entnehme, gibt es hierzulande bzw. von Amerika ausgehend also eine Registerkartei für "aufsässige Erfinder" oder was soll das? Als darin soll stehen, wer gegen Energie protestiert? [...] mehr...
Damit wären Sie der Erfinder des Perpetuum mobile! Schade nur, dass das Patentamt aus ideologischen Gründen (oder sollten es Kenntnisse der Thermodynamik sein?) Patente erst gar nicht prüft, wenn Sie die Erfindung eines [...] mehr...
Nein, keineswegs. Ich halte sogar sehr viel von Physiker. Speziell jene aus dem Bereich der theoretischen Physik haben sehr oft extrem viel Wissen. Aber sind Sie wirklich einer? [...] mehr...
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