San Francisco/London - Dem Internetkonzern Google droht neues Ungemach. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC sammele Beweise für eine mögliche Anfechtungsklage gegen den 750 Millionen US-Dollar schweren Kauf des Handy-Werbespezialisten Admob. Das berichtet die " Financial Times" unter Berufung auf zwei mit den Untersuchungen vertraute Personen.
Google will Admob übernehmen und hatte bereits im Dezember angekündigt, dass die FTC mehr Informationen zu dem Kauf eingefordert habe. Offenbar habe die Behörde wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die Übernahme. Dem Bericht zufolge müsse auf das Sammeln der Beweise aber nicht zwingend eine Klage folgen.
Der FTC-Vorstoß ist nur das neueste kartellrechtliche Problem, das der Suchmaschinenriese bekommt. Erst Ende Februar hatte die EU-Kommission Google einen Fragebogen geschickt. Drei Konkurrenzunternehmen - die Rechtssuchmaschine Ejustice.fr sowie die Preisvergleichsportale Foundem und Microsofts Ciao from Bing - hatten Beschwerde gegen die Geschäftspraktiken des Suchmaschinenriesen eingereicht. Ihr Hauptvorwurf: Der Konzern benachteilige Wettbewerber bei der Anzeige von Suchergebnissen (siehe Fotostrecke links). Google weist die Vorwürfe zurück. Auch in diesem Fall prüfen die Kartellwächter zunächst nur die Vorwürfe; eine Antwort wird bis Mitte März erwartet.
Mitte Januar hatten sich obendrein die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger beim Bundeskartellamt über Google beschwert, weil der Konzern Auszüge aus Artikeln ohne Bezahlung in seinen Dienst Google News integriert. Wegen seines Projekts, Tausende Bücher einzuscannen, hatte Google die amerikanischen Kartellhüter im Haus. Und erst vergangene Woche regte Vodafone-Chef Vittorio Colao öffentlich an, die EU solle bei Googles Mobilfunksuche Kartellrechtsverstöße prüfen.
Auch mit seiner zentralen Strategie steht Google in der Kritik. Der Konzern verdient in seinem Kerngeschäftsfeld - der Online-Werbung - Unmengen von Geld. Dieses nutzt er, um in immer neue Märkte zu drängen - und die dortige Konkurrenz mit Gratisangeboten plattzuwalzen. Letztes Opfer dieser Strategie: die Navi-Branche, deren Marktführer durch Googles Gratis-Attacke vom Aussterben bedroht sind.
ssu/dpa-AFX
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...hat mittlerweile über 2000 Kommentare. Eine Diskussion zum eigentlichen Thema ist nicht mehr möglich, da die Übersicht völlig verloren gegangen ist. @SPON Wie wär's wenn Ihr mal nen neuen Thread aufmacht? Die Frage "Wie [...] mehr...
Google ist keine 'Weltmacht'. Schon solcher Aufriss suggeriert leicht manipulierbaren Aengste, die dann sogleich naiv von einer Erde halluzinieren, in der Google herrscht - was vermutlich alles verbessern wuerde btw. [...] mehr...
... Das ist so eine Story, zu der ich gerne mal einen Link hätte. :) mehr...
feste ein- und angebunden an den Verband der "Dachgesellschaft" Homelandsecurity. Ich erinnere mich an eine Professorien, der die Einreise in die USA verweigert wurde. Grund: sie hatte via amazon "auffallend [...] mehr...
Nicht so gefährlich wie die 99% der Nutzer die Google als Startseite und/oder Standardsuchmaschine nutzen, aber dennoch meckern. Am besten noch bei Twitter, Facebook und den VZs über Google beschweren, vielleicht hilfts. ;) mehr...
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