Brüssel - Die EU-Finanzminister sind im Streit über die geplante Regulierung von Hedgefonds noch zu keiner Einigung gekommen. Wie EU-Diplomaten am Dienstag in Brüssel erklärten, setzte die spanische EU-Ratspräsidentschaft den geplanten Beschluss über eine gemeinsame Verhandlungsposition der EU-Länder ab.
Hintergrund ist der Widerstand Großbritanniens gegen die Regeln, die Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften erstmals der Finanzaufsicht unterstellen würden. Großbritannien, in dem die meisten in Europa tätigen Hedgefonds ihren Sitz haben, sind die geplanten Vorschriften zu strikt. Die Ratspräsidentschaft wolle einen neuen Änderungsvorschlag der Briten prüfen, ehe sie das Dossier zur Abstimmung stelle, erklärte ein EU-Diplomat.
Die EU-Kommission hatte im April vergangenen Jahres erstmals ein Gesetzespaket zur Regulierung hochspekulativer Hedgefonds, Beteiligungsgesellschaften ("Private Equity"), Immobilienfonds und anderer Investmentprodukte vorgelegt.
Danach sollen die Fondsverwalter künftig für ihre Tätigkeit in Europa eine Genehmigung einholen und ihre Geschäfte transparenter gestalten. Das Gesamtvermögen solcher Fonds belief sich nach Kommissionsangaben im vergangenen Jahr EU-weit auf rund zwei Billionen Euro.
böl/Reuters/AFP
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