Ulm - Die Merckle-Gruppe braucht Geld. Wegen der Finanzkrise und Spekulationen mit VW-Aktien ist der Konzern hochverschuldet. Holding-Chef Ludwig Merckle sieht sich daher gezwungen, den Arzneimittelhersteller Ratiopharm zu verkaufen.
Den Zuschlag hat nun der israelische Konzern Teva Pharmaceuticals bekommen. Teva ist Weltmarktführer im Geschäft mit Generika, Nachahmerarzneien, bei denen der Patentschutz abgelaufen ist.
Der Verkaufspreis liegt bei über 3,6 Milliarden Euro, teilte Teva mit. Bis zum Jahresende will der Konzern die Übernahme abgeschlossen haben. Für den Nachmittag kündigte die Merckle-Vermögensverwaltung VEM eine Pressekonferenz an.
Um Ratiopharm hatten zuletzt neben Teva der isländische Wettbewerber Actavis und der US-Pharmariese Pfizer gerungen. Finanzexperten zufolge dürfte ein Verkaufspreis von mehr als drei Milliarden Euro ausreichen, um die Gläubigerbanken der Merckle-Gruppe zufrieden zu stellen.
Deutschland ist nach den USA der weltweit zweitgrößte Markt für Nachahmermedikamente. Ratiopharm ringt mit der Bad Vilbeler Stada um Platz zwei unter den deutschen Herstellern von Generika. Marktführer ist die zum Novartis-Konzern gehörende Gesellschaft Hexal. Ratiopharm setzte 2009 1,6 Milliarden Euro um und kam auf einen Betriebsgewinn (Ebitda) von 307 Millionen Euro.
Damit würde der Kaufpreis mehr als das zehnfache des Ebitda betragen. Teva will Ratiopharm laut früheren Aussagen von Konzernchef Shlomo Yanai zur "Drehscheibe des Europageschäfts" machen. Mit einem Umsatz von 13,9 Milliarden US-Dollar ist Teva unter die 15 größten Arzneimittelhersteller weltweit vorgerückt. Bis 2015 soll sich der weltweite Umsatz verdoppeln, in Europa fast verdreifachen. Mit dem Ratiopharm-Kauf würde Teva in Europa zur Nummer eins.
cte/Reuters/dpa
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werden noch die pharmapreise NUR von der pharma-industrie festgeschrieben, bitteschoen?? dt. steuerzahler zahlen so an die 260 mrd. euronen (wer weiss bitte die genauen zahlen) fuer die krankenkassen...sind wir dadurch soooo [...] mehr...
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Wissen Sie warum die Generikafirma das Produkt nach 6 Monaten vom Markt nehmen musste? Um welches Medikament handelt es sich, wenn ich fragen darf? mehr...
Paracetamol ist doch aber so schön billig! ;-) (0,79 €) Bei Aldi dann bestimmt nochmal 10% billiger, macht 0,71 € Verbieten vielleicht nicht, aber die Menge (3 St. pro Packung) für den Akutbedarf, sonst abklären lassen. [...] mehr...
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