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09.04.2010
 

Tarifstreit

Fluglotsen wollen streiken

Fluglotsen in Dresden: Gewerkschaft sieht "derzeit keine andere Möglichkeit" als StreiksZur Großansicht
ddp

Fluglotsen in Dresden: Gewerkschaft sieht "derzeit keine andere Möglichkeit" als Streiks

Deutschlands Fluglotsen machen Ernst: Ihre Gewerkschaft hat nach gescheiterten Tarifgesprächen Streiks angekündigt. Beginn und Dauer des Arbeitskampfs sollen Unternehmen und Passagiere erst 24 Stunden vorher erfahren.

Frankfurt am Main - Deutschlands Fluglotsen haben einen Streik angekündigt. Der Bundesvorstand der Fluglotsengewerkschaft GdF hat dies bekanntgegeben, nachdem die Tarifgespräche mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) gescheitert waren.

Die Gewerkschaft sehe "derzeit keine andere Möglichkeit", ihre Forderungen durchzusetzen, sagte GdF-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang am Freitag. Ein entsprechender Beschluss sei einstimmig bei einer Enthaltung gefallen. Zuvor hatte die Tarifkommission die Verhandlungen zur "Neufassung der Sonderregelungen" für gescheitert erklärt.

"Der Beginn der Maßnahmen ist völlig offen", sagte GdF-Vorstandsmitglied Markus Siebers. Über Beginn und Dauer möglicher Streiks werde in der kommenden Woche entschieden. Wie bereits in der Vergangenheit sollen Informationen 24 Stunden vor Streikbeginn bekanntgegeben werden. Fliegerische Notfälle sollen trotz des Ausstands abgefertigt werden.

Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen nach GdF-Angaben Entlastungen für Fluglotsen. Der sogenannte Belastungsausgleich werde vor dem Hintergrund des sich ständig verändernden Flugaufkommens jährlich neu verhandelt.

Laut Arbeitgebern hatte die Gewerkschaft an einigen Standorten trotz gesunkenen Verkehrsaufkommens auf einer Kürzung der Arbeitszeit bestanden, was zu einem höheren Personalbedarf geführt hätte. DFS-Arbeitsdirektor Jens Bergmann hatte am Donnerstag die Forderungen der Gewerkschaft als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet und eine Rückkehr der Gewerkschaft an den Verhandlungstisch gefordert.

In Deutschland arbeiten nach GdF-Angaben rund 5500 Beschäftigte bei der Flugsicherung, davon rund 2400 Fluglotsen. Die Gewerkschaft vertritt nach eigenen Angaben rund 3200 Mitarbeiter.

Erst vor zwei Tagen hatten sich die Lufthansa und die Pilotenvereinigung Cockpit auf eine Schlichtung ihres Tarifstreits geeinigt. Der für die kommende Woche angekündigte Streik der Piloten ist damit vom Tisch. Die Piloten hatten bis zuletzt mit einem Streik vom 13. bis 16. April gedroht. Die Lufthansa sei in den vergangen beiden Tagen auf die Gewerkschaft zugegangen, so das Unternehmen. Man habe eine Schlichtungsvereinbarung unterschrieben.

lgr/ddp/dpa/AP/AFP

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insgesamt 1794 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
08.11.2010 von chirin: Verdienen Lufthansa-Piloten zu wenig?

Das ist ja wieder eine Umfrage! Kopfgeschüttel! Jede Arbeit hat seinen Preis - und ob die Piloten zu "wenig verdienen" - kann man doch nicht beurteilen - jedenfalls kaum einer der Foristen - sonst müssten Unerlagen [...] mehr...

08.11.2010 von maximal-debil: Falsche Frage

Die Lufthansa hat hierzulande nicht (mehr) das Beförderungsmonopol beim Luftverkehr. Deshalb dürfen die auch streiken. Aber bitte: wenn die LH in finanzielle Turbulenzen gerät: dann geht sie im Zweifelsfall bitte auch Pleite! mehr...

14.08.2010 von Morotti:

Sie können ja die Maschinen der Lufthansa, von "Aufstocker" fliegen lassen. mehr...

25.04.2010 von sitiwati: da hat der

Lokführere schon recht, aber die LH Piloten sind halt eine Glaubensgemeinschaft, sie glauben, das das Beste gerade gut genug ist ! mehr...

19.04.2010 von murrle01:

Bevor Sie sich erdreisten, alle unter einen Hut bringen zu wollen: Als die Kollegen streikten, wollten Sie nur das haben, was vor dem ganzen Privatisierungswahn bezahlt wurde. Und das war schon lächerlich wenig. Durch die [...] mehr...

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Auch nach der Aussetzung des Streiks versucht die Lufthansa betroffene Passagiere auf alternative Flüge umzubuchen. Bei Zielen in Deutschland können Fluggäste ihren Flugschein am Ticketschalter auch gegen einen Reisegutschein der Deutschen Bahn eintauschen. Eine spätere Erstattung des Bahntickets ist ebenso möglich, dafür muss der Kunde einen Kaufbeleg für das Flugticket einreichen.

Wer fürchtet, dass sein schon gebuchter Lufthansa-Flug zwischen dem 22. und 25. Februar ausfällt und nun seine Reisepläne ändern will, kann schon jetzt kostenlos einen anderen Flug mit gleichem Start und Ziel wählen. Das neue Reisedatum muss aber vor dem 31. Mai liegen.

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