Von Christian Teevs
Hamburg - Seit Donnerstag ist der Luftraum über Europa teilweise gesperrt, am Freitag fallen 60 Prozent aller Flüge aus. Das Chaos kostet die Airlines enorme Summen.
Wie hoch die Verluste für die Fluggesellschaften genau sind, ist noch nicht abzuschätzen. Das hängt vor allem davon ab, wie lange die Aschewolke des isländischen Vulkans den Flugverkehr noch beeinträchtigt. Analysten erwarten, dass die großen Airlines wie Lufthansa
und British Airways
ein tägliches Minus von rund 30 Millionen Euro verkraften müssen.
Die Aktien der Fluggesellschaften gehörten am Freitag denn auch zu den großen Verlierern an der Börse. Das Papier der Lufthansa verlor zeitweise 2,1 Prozent auf 13 Euro - das größte Minus aller Dax-Unternehmen. Die Titel von Air Berlin
fielen um 1,3 Prozent auf 4,27 Euro. Auch die Billigflieger Ryanair
und Easyjet
mussten an der Börse deutliche Verluste hinnehmen.
In den Unternehmen ist die Stimmung angespannt, die Höhe der wirtschaftlichen Einbußen will niemand beziffern. Der Unmut über die Entscheidungen der Flugsicherheitsbehörden ist spürbar. Warum musste der europäische Flugverkehr zum großen Teil lahmgelegt werden? Ist das wirklich nötig oder Paranoia? Die Fluggesellschaften setzen darauf, dass die Behinderungen des Flugverkehrs zumindest rasch wieder aufgehoben werden.
Doch der Bundesverkehrsminister enttäuschte diese Hoffnungen am Freitag: Es sei "keine Prognose möglich", wann sich die Situation entspanne, sagte Peter Ramsauer in Hamburg. "Wir können nicht sagen, ob sich neue Staubwolken von der Nordsee her bilden." Bei der Entscheidung über die Dauer der Sperrung handele das Ministerium "auf Sicht". Der CSU-Politiker verteidigte die Sperrungen. Als Verkehrsminister sei er "dazu verpflichtet, für die Sicherheit im Luftverkehr zu sorgen".
Doch wie sehen die konkreten wirtschaftlichen Folgen für die Unternehmen aus? SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen:
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Vermutlich ist die Vereinigung Cockpit auch hysterisch: http://www.vcockpit.de/index.php?id=333&tx_ttnews[tt_news]=13015&tx_ttnews[cObj]=349&cHash=3dc1426e1e mehr...
Es ist überhaupt nicht die Aufgabe der Flugsicherung, die Aschekonzentration zu messen. Die Flugsicherung misst auch nicht den Luftdruck am Flughafen, das machen die Wetterfrösche. mehr...
Wie hoch letztlich die Schäden für Natur und Wirtschaft sein werden, mag umstritten sein, aber ich genieße es jedenfalls seit gestern, einen blauen Himmel zu sehen, der absolut frei von Kondensstreifen ist, die häufig das [...] mehr...
die Flugsicherung hat keine Ahnung, die messen ja noch nicht mal die Aschekonzentration, das ist grob fahrlässig. Lufthansa und KLM haben bewiesen, dass man problemlos fliegen kann, man muss ja nicht durch die Säule über dem [...] mehr...
http://www.focus.de/finanzen/news/vulkane-sas-kuendigt-freistellungen-wegen-aschewolke-an_aid_499422.html mehr...
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