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25.04.2010
 

Insolvente Warenhauskette

Finanzinvestor plant Job-Abbau bei Karstadt

Investor Triton: Mieten runter, Arbeitnehmer vor die TürZur Großansicht
REUTERS

Investor Triton: Mieten runter, Arbeitnehmer vor die Tür

Finanzinvestor Triton will offenbar im Fall einer Karstadt-Übernahme 4000 Stellen streichen. Außerdem plant das schwedisch-deutsche Unternehmen, die Mieten zu drücken und die Mitarbeiterrechte einzuschränken. Erst dann will sich der Investor Karstadt 30 Millionen Euro kosten lassen.

Essen/Hamburg - Der deutsch-schwedische Finanzinvestor Triton will bei seinem Einstieg bei Karstadt auch Personal einsparen. 4000 der 26.000 Stellen bei der Warenhauskette sollen gefährdet sein, berichtet "Bild am Sonntag". Triton wolle als Kaufpreis 30 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter zahlen, weitere 60 Millionen Euro sollen in das Unternehmen investiert werden.

Triton-Sprecher Max Hohenberg sagte, es sei klar, dass im Rahmen der Restrukturierung auch über Personal gesprochen werde. Beschäftigte, Vermieter und Dienstleister von Karstadt hatten sich bereits im Insolvenzplan zu Einschnitten in Millionenhöhe bereiterklärt. Die Karstadt-Gläubiger sollen auf bis zu 97 Prozent ihrer angemeldeten Forderungen von 2,7 Milliarden Euro verzichten. Laut eines Sprechers des Karstadt-Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg habe die Gläubigerversammlung das Übernahmeangebot "wohlwollend zur Kenntnis genommen".

Außerdem hat der potentielle Käufer Triton nach SPIEGEL-Informationen in zwei Punkten Klärungsbedarf angemeldet. Zum einen geht es um die in der Branche als zu großzügig geltenden Regelungen mit den Arbeitnehmern. Das Unternehmen sei einst "quasi an die Gewerkschaften verkauft" worden, heißt es aus dem Umfeld des Investors. Die Tarifverträge seien so nicht haltbar.

Außerdem verlangt Triton, die Mieten der Kaufhäuser weiter zu reduzieren. Die große Mehrzahl der verbliebenen 120 Karstadt-Filialen gehört dem Immobilienfonds Highstreet der Investmentbank Goldman Sachs, die seit der Insolvenz einer der größten Gläubiger Karstadts ist.

Auch Goldman Sachs spielt inzwischen mit dem Gedanken, Karstadt zu übernehmen. Das Geldhaus plant mit zwei Szenarien: Die Bank selbst steigt bei Karstadt ein, saniert das Unternehmen und fusioniert es später mit Kaufhof, der Warenhauskette des Handelskonzerns Metro, zur Deutschen Warenhaus AG. Das zweite Szenario sieht vor, Kaufhof und Karstadt sofort zu verschmelzen. Der endgültige Abschluss des Verkaufsprozesses ist bis zum 30. September geplant.

cht/dpa

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insgesamt 7 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
26.04.2010 von gaga007: .

Sind denn ab diesem Montag alle Kassen in den Warenhäusern von Karstadt besetzt, stehen plötzlich alle Mitarbeiter zur Beratung der Kunden bereit und wurde das Sortiment der heutigen Zeit angepaßt ?! Es dürften Zweifel [...] mehr...

25.04.2010 von Der Pragmatist: Eilt zu Karstadt und kauft, Genossen!

Die vielen Kritiker im Forum an den ueblen Taten der Sanierer koennen die Entlassung von Tausenden verhindern, indem sie ganz kraeftig bei Karstadt einkaufen. Dann eruebrigt sich die Entlassung der Mitarbeiter. Also, liebe [...] mehr...

25.04.2010 von Ruedi-Soft: 22.000 Jobs gerettet

Hallo... Dürfte mal bitte jemand zur Kenntnis nehmen, dass durch diesen Investor hoffentlich 22.000 Menschen Ihren Arbeitsplatz behalten! Dieses dumpfsinnige "Böse Kapitalisten"-Geplapper sollte sich doch langsam mal [...] mehr...

25.04.2010 von schwarzer Schmetterling: na super

zuerst dürfen die arbeitnehmer, also die hauptsteuerzahler, den herren finanzhaien die schulden bezahlen, dann werden sie entlassen, und die übriggebleibenden dürfen sich anmelden zum mund-zu-nähen. ich gehe auch mal so davon [...] mehr...

25.04.2010 von genugistgenug: ab in Hartz 4

bei 4.000 dürfte es nicht bleiben - also mindestens 4.000 Hartz4 Bezieher mehr. Wieviel Geld könnte man sparen wenn man die Kosten der Häuptlinge kürzen würde? mehr...

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