Essen/Hamburg - Im Zusammenhang mit dem Kauf der insolventen Warenhauskette Karstadt hat die Beteiligungsgesellschaft Triton offenbar auch staatliche Hilfen ausgelotet. Bei einer Anfrage an die Bundesregierung sei es um die Absicherung frischer Bankdarlehen gegangen, berichtet die "Welt".
Ein Triton-Sprecher wollte sich nach Angaben der Zeitung nicht zu den Plänen für staatliche Hilfen äußern. Er habe lediglich mitgeteilt, dem Angebot für die Kaufhauskette liege ein Konzept zu Grunde, "das nicht auf zusätzliche Hilfe angewiesen ist".
Am Markt gilt es als schwierig, ohne Absicherung größere Kredite für das Unternehmen zu bekommen. Karstadt und die Muttergesellschaft Arcandor hatten im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden müssen, nachdem der Staat Hilfen verweigert hatte.
Die deutsch-schwedische Beteiligungsgesellschaft Triton hatte am Freitag als einzige ein Kaufangebot für die 120 Karstadt-Kaufhäuser abgegeben. Der Investor fordert allerdings weitere Zugeständnisse von den Gläubigern und den Mitarbeitern. Die Gewerkschaft Ver.di kündigte kurzfristige Gespräche an.
Triton moniert den Einfluss der Gewerkschaften
Zu den möglichen Entlassungen sagte der Sprecher, es sei Tatsache, "dass 5.000 Mitarbeiter bei Karstadt in Bereichen arbeiten, die Verluste schreiben". Diese Bereiche müssten saniert werden - entweder durch Einschnitte beim Personal, Drittvermietung oder zeitweise Schließung unrentabler Flächen. Die "Bild am Sonntag" hatte berichtet, Triton wolle 4000 der 25.000 Stellen streichen.
Außerdem hat der potentielle Käufer nach SPIEGEL-Informationen in zwei Punkten Klärungsbedarf angemeldet. Zum einen geht es um die in der Branche als zu großzügig geltenden Regelungen mit den Arbeitnehmern. Das Unternehmen sei einst "quasi an die Gewerkschaften verkauft" worden, heißt es aus dem Umfeld des Investors. Die Tarifverträge seien so nicht haltbar.
Dazu verlangt Triton, die Mieten der Kaufhäuser weiter zu reduzieren. Die große Mehrzahl der verbliebenen 120 Karstadt-Filialen gehört dem Immobilienfonds Highstreet der Investmentbank Goldman Sachs, die seit der Insolvenz einer der größten Gläubiger Karstadts ist. Der Karstadt-Gläubigerausschuss soll über das Angebot bis nächsten Freitag entscheiden.
jok/dpa-AFX
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-------- Wer für Hoteliers p.a. auf 1 Mrd. MwSt. verzichten kann, kann auch für Karstadt was drauflegen und für Opel und für Griechenland und .. und .. und .. für die Hypo Real Estate usw. mehr...
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