Washington - Der Chef der wegen Betrugs angeklagten US-Großbank Goldman Sachs
, Lloyd Blankfein, hat eine Mitschuld seines Instituts an der Spekulationsblase auf dem US-Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren eingeräumt. "Wir haben einen Beitrag zu der Blase geleistet", sagte Blankfein dem Nachrichtensender CNN.
Goldman Sachs habe Geld an Regierungen von US-Bundesstaaten oder Kommunen verliehen, an Unternehmen und Immobilienprojekte und dadurch zu deren Verschuldung beigetragen. Auch Verbraucher hätten sich in den vergangenen Jahren überschuldet. In diesem Zusammenhang habe Goldman Sachs eine Rolle gespielt, sagte Blankfein.
Der Kniefall in der Öffentlichkeit ist aber nur der eine Teil der Offensive, mit der Goldman Sachs die US-Börsenaufsicht SEC milde stimmen will. Die Bank plane, ihre Investoren besser über ihre Produkte aufzuklären und sich dies von den Kunden bestätigen zu lassen, berichtet die "Financial Times" und beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Gleichzeitig sollten komplexe Wertpapiere wie strukturierte Produkte nur Kunden mit Vorkenntnissen angeboten werden.
Mit diesem Schritt wolle die Bank die Chancen einer außergerichtlichen Einigung mit der SEC erhöhen. Nach Informationen der Zeitung laufen derzeit noch keine Verhandlungen über eine derartige Einigung.
"Die Großen lässt man laufen"
Die Spekulationsblase am US-Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren gilt als Auslöser der US-Immobilienkrise und der weltweiten Finanzkrise. In den Jahren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York herrschte in den USA eine Niedrigzinsphase. Auch viele Privatleute bauten in dieser Zeit Häuser, die Preise für Immobilien schienen unaufhaltsam zu steigen. Ab 2007 begannen die Preise dann aber zu stagnieren oder brachen ein. Die Immobilienblase platzte. Da viele US-Hypotheken als Wertpapiere weltweit weiterverkauft worden waren, die mit dem Platzen der Blase ebenfalls an Wert verloren, begann die internationale Finanzkrise.
Die Finanzaufsicht SEC hatte die Aktivitäten von Goldman in diesem Zusammenhang Mitte April unter die Lupe genommen. Der Vorwurf: Die US-Investmentbank habe sogenannte verbriefte Hypothekenkredite mit Hilfe eines Hedgefonds aufgelegt, der gleichzeitig auf den Wertverlust der Papiere spekuliert haben soll. Investoren sollen rund eine Milliarde Dollar verloren haben. Zu den Anlegern, die mit Goldman-Geschäften viel Geld verloren, gehörte auch die ehemals bundeseigene Mittelstandsbank IKB.
Sollte sich die SEC auf eine außergerichtliche Einigung einlassen, könnten alte Vorwürfe wieder laut werden, dass die Behörde mit den Schuldigen der globalen Finanzkrise zu lasch umgeht. Die Investmentbank kommt zunehmend in Bedrängnis. Denn jetzt droht ihr auch ein strafrechtliches Verfahren. Am Freitag wurde bekannt, dass die New Yorker Staatsanwaltschaft prüft, ob ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet werden muss.
mik/AFP/dpa-AFX
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Solche "mea culpa" Gesten sollte man als das nehmen was sie sind: Ein Attribut an die amerikanische "Moral", die es erfordert Demut zu zeigen und Selbstkasteiung zur Schau zu stellen. Einsicht, "etwas [...] mehr...
Mir wäre es dann gleich sehr wichtig, dass er in logischer Konsequenz gleich den Zugriff auf seine Konten einräumen würde. Zum Zweck einer marginalen Schadensbehebung. Dass man sich die Hände waschen muss, wenn man mit [...] mehr...
Goldman Sachs wird aus diesem Eklat mit einem blauen Auge, sprich einem außergerichtlichen Vergleich mit Schadenszahlung davonkommen. Warum? Weil niemand den real entstandenen Schaden valuieren kann. Das hat zwei Gründe: 1. [...] mehr...
Keine Ahnung welche Karten Sie im Spiel haben, aber ein Betrug, also eine Falschbehauptung zum Produkt bleibt ein Betrug. Ganz unabhängig ob Gebrauchtwagen oder Derivat. Wer dann noch nach Falschbehauptung zu Ungunsten des [...] mehr...
Er kann es doch auch offen zugeben. Bestraft wird von diesen Idioten doch sowieso keiner. Aber hauptsache man sperrt Kleinunternehmer XY für 3 Jahre in den Knast wenn dieser 1,50 € an Steuern hinterzogen hat. Man muss im [...] mehr...
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