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07.05.2010
 

Ursachensuche an US-Börse

Wie es zum Kurs-Chaos kommen konnte

Von Yasmin El-Sharif

Wall-Street-Händler: Die Kontrolle verloren?Zur Großansicht
dpa

Wall-Street-Händler: Die Kontrolle verloren?

War es die Angst vor einem Flächenbrand in Europa, menschliches Versagen oder eine Computerpanne? Nach dem dramatischen Kurssturz an der Wall Street suchen Börsianer nach der Ursache. SPIEGEL ONLINE zeigt die wahrscheinlichsten Szenarien - und analysiert, welche Folgen das Chaos hat.

Hamburg - Einen Tag nach dem Börsen-Crash in den USA steht die Wall Street unter Schock. Einen solch dramatischen Kursverfall haben die Händler noch nicht erlebt: "Es hat sich angefühlt, als wenn wir die Kontrolle verloren hätten", sagt Jack Albin von der Harris Private Bank in Chicago. Ein anderer Börsianer sagt, er habe das Gefühl, den Handel hätten "einfach die Maschinen übernommen". Was bloß ist passiert?

Die New York Stock Exchange am Donnerstag um 14.40 Uhr Ortszeit: Der wichtigste Index der US-Börse, der Dow Jones Chart zeigen, dümpelt um die Marke von 10.800 Punkten herum. Doch dann die dramatische Wende: In weniger als einer halben Stunde stürzt der Index um fast tausend Punkte ab. Er durchbricht dabei die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Zählern. In Punkten gemessen ist dies der stärkste Kursrutsch in der Geschichte der Wall Street.

Später fängt sich der Index zwar wieder, aber Börsianer weltweit sind alarmiert. Und so fallen einen halben Tag später auf der anderen Seite der Erdkugel ebenfalls die Kurse: Der deutsche Aktienindex Dax Chart zeigen sackt am Freitagmittag auf den tiefsten Stand seit Anfang März ab, und auch an den Börsenplätzen in London und Paris geht es abwärts. Ebenso in New York, wo der Dow am Nachmittag europäischer Zeit erneut mit Abschlägen startet. An den internationalen Handelsplätzen geht die Angst um, dass sich der Crash wiederholen könnte - denn niemand weiß bisher, was den Absturz auslöste.

War es die Furcht vor einem europäischen Flächenbrand durch die Griechenland-Krise, die die Händler zu Panikverkäufen verleitete? Oder ein dummer Tippfehler eines ungeschickten Börsianers?

SPIEGEL ONLINE geht den Fragen nach und analysiert, wie es zu dem Crash kommen konnte. Welche Lehren müssen aus dem Kurssturz gezogen werden? Und wie groß ist die Gefahr, dass das amerikanische Börsen-Desaster auch in Europa eintritt?

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Die neuesten Beiträge:
09.05.2010 von rabenkrähe: Manipuliert

... Das sind nicht nur die daytrader, man muß sich nur die unzähligen Musterdepots der Fachpresse anschauen, da wird angeblich Geld verdient, daß der Deckel platzt. Das "unmoralische" sind Manipulationen, die [...] mehr...

09.05.2010 von Gerixxx: Sozialismus im Bankensektor

Genau das ist aber das Riesenproblem: falls ich sie richtig verstehe sagen sie: Banken nicht mehr retten, wenn sie Mist gebaut haben - d.h. Pleiten zulassen - VÖLLIG RICHTIG und überfällig. Gleichzeitig sagen sie: sie sind [...] mehr...

09.05.2010 von Gerixxx: zu gut

Lieber DonCarlos, sie sind zu unabhängig, zu viel Kreativität. An diesen Kleinigkeiten sieht man aber, wie einfach Lösungsansätze (Tobinsteuer) wären - WENN SIE DENN POLITISCH GEWOLLT wären. Und genau an dieser [...] mehr...

09.05.2010 von Gerixxx: Wow !

Fast möchte ich Sie für Ihre verblüffende Fähigkeit zum Ausblenden der Ihnen gerade nicht in diese egozentrisch-kurzsichtige Weltsicht passenden Teile der Realität beglückwünschen: Schon mal was von Madoff, Hypo Real Estate [...] mehr...

08.05.2010 von Schranzer: Das ist nun mal so

In der Welt des Turbo-Kapitalismus, in der alle Schranken, von Ethik bis Regulierung ausgeschaltet sind, gehören derartige Crashes zur Normalität. Denn irgendwer macht damit großen Gewinn. Am Ende lassen ein paar Magnaten nur [...] mehr...

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Das griechische Sparprogramm

Wie viel Griechenland sparen möchte

AP
Bis 2013 möchte die Regierung in Athen insgesamt 30 Milliarden Euro einsparen. Alleine in diesem und im kommenden Jahr will das Land insgesamt 7,6 Milliarden Euro weniger ausgeben. Das Sparpaket ist Bedingung für die Bereitstellung der Hilfskredite der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von insgesamt 110 Milliarden Euro.

Das Haushaltsdefizit soll schrittweise von derzeit rund 15,4 Prozent auf 2,6 Prozent des BIP im Jahr 2014 gedrosselt werden - und damit unter die EU-Schuldengrenze. Wegen der erforderlichen Neuaufnahme von Krediten wird der griechische Schuldenberg aber voraussichtlich bis zunächst 2013 auf rund 190 Prozent des BIP ansteigen.

Folgen für den Staat und seine Bediensteten

Folgen für Rentner

Steuererhöhungen

Folgen für die griechische Wirtschaft





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