Wirtschaft


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14.05.2010
 

Schuldenkrise

Kurs des Euro stürzt auf 18-Monats-Tief

Euro-Münze: Der Kurs der Gemeinschaftswährung sackt immer stärker abZur Großansicht
dpa

Euro-Münze: Der Kurs der Gemeinschaftswährung sackt immer stärker ab

Der Euro verliert dramatisch an Wert: Die Gemeinschaftswährung kostet nur noch 1,24 Dollar - und damit so wenig wie zuletzt im November 2008. Händler zweifeln zunehmend daran, dass die europäische Schuldenkrise bewältigt werden kann.

London/Frankfurt - Nur fünf Tage nach der Einigung auf den Milliarden-Rettungsschirm für den Euro sind der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung und die Börsen in Europa erneut unter Druck: Der Euro ist am Freitag auf den tiefsten Stand seit November 2008 gesunken.

Die Talfahrt der Gemeinschaftswährung hält damit trotz zusätzlicher Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen in Spanien und Portugal und der Rückendeckung durch die Europäische Zentralbank (EZB) an. Zeitweise sank der Euro Chart zeigen bis auf 1,2433 US-Dollar. Auch gegen Mittag notierte die Gemeinschaftswährung noch unter der 1,25-Dollar-Marke. Die EZB hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,2587 (Mittwoch: 1,2686) Dollar festgesetzt.


Experten machen die nach wie vor angespannte Haushaltslage in mehreren Ländern der Euro-Zone für den Kursverfall der Gemeinschaftswährung verantwortlich. Trotz des Stabilisierungspaketes habe sich der Euro-Kurs nicht nachhaltig erholt. "Die Zweifel werden wieder stärker", sagte Hideaki Inoue von der japanischen Bank Mitsubishi UFJ Trust. Die anfängliche Wirkung des Rettungspakets - der Kurs des Euro war am Montag auf 1,30 Dollar gestiegen - sei schon wieder "abgestumpft". Es gebe manche, die bereits an eine Kreditkrise glaubten, die das ganze Finanzsystem erschüttern werde.

Gold kostet mehr als tausend Euro

Geschürt wird die Skepsis von hochrangigen Bankmanagern. So sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann über die Schuldenkrise Griechenlands in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner": "Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln."

Auch an den Aktienmärkten herrschte am Freitag Unruhe, die großen Indizes weiteten im Laufe des Vormittags ihre Verluste aus. Der Leitindex Dax Chart zeigen fiel mehr als ein Prozent, blieb aber über der Marke von 6000 Punkten. Auch der MDax Chart zeigen gab knapp zwei Prozent nach. Für den TecDax Chart zeigen ging es um ein Prozent nach unten.

Anleger stürzten sich dagegen in als krisensicher geltende Werte: Der Goldpreis erreichte am Freitag Rekordhöhen von mehr als tausend Euro. Seit der Eskalation der Griechenland-Krise im April erreicht der Preis für das Edelmetall immer wieder neue Spitzenwerte.

lgr/AFP/dpa

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insgesamt 4786 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
30.07.2010 von Dominik Menakker:

Kaum lässt man euch Verschwörungstheoretiker mal wieder ein paar Tausend Beiträgen alleine, fangt ihr schon wieder an den dümmsten Mist zu posten. Die EZB kann nichts auf- oder abwerten. Habe ich an anderer Stelle schon oft [...] mehr...

29.07.2010 von rolli:

Es gibt ein seltenes Dokument der Wahrheit, das ist der Schlussbericht des BIZ 77. Jahresberichtes. Selten habe cih aus diesen Kreisen etwas aufrichtigeres gelesen als das. Und das sollten sich die Glaubenskrieger genau anlesen: [...] mehr...

29.07.2010 von Ghost12:

Genau, auf S.1 kann man gut sehen, dass das Volumen stabil ist, kein Einbruch. Ca. 600 Billionen US $. Es gibt auf Derivateniveau kein Hedging mehr. Derivate sind Wetten, es macht keinen Sinn in 2 Richtungen zu wetten, [...] mehr...

29.07.2010 von rolli:

Ich habe etwas vergessen: Investitionenn in Derivate ist kein Oximoron, denn ohne Beteiligter zu sein, kann ich Derivate erwerben ohne direkt daran beteiligt zu sein und eine neue Wette aufmachen. rolli mehr...

29.07.2010 von rolli:

Bezüglich der Derivateentwicklung sehen Sie bitte hier http://www.bis.org/publ/otc_hy1005.pdf?noframes=1 und vergleichen diesen Bericht mit dem trienalen Bericht von 2007. Ein gutes Zahlenwerk. Sie sehen das ganze zu [...] mehr...

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Milliardenstütze für den Euro

Die EU hat sich auf ein beispielloses Rettungspaket geeinigt: Ein bis zu 750 Milliarden Euro schwerer Fonds für Euro-Wackelkandidaten soll Spekulanten abschrecken und die Währung schützen - die Konditionen im Überblick.

Milliarden-Auffangnetz

Finanz-Zweckgesellschaft

Zinssatz

Konsolidierung

Finanzmarktregulierung

Rettungspaket für Griechenland

Volumen

AFP
Griechenland erhält bis 2012 Notfallkredite in Höhe von maximal 110 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und den Euro-Ländern. Im ersten Jahr werden alle Euro-Länder bilaterale Hilfen über insgesamt bis zu 30 Milliarden Euro bereitstellen.

Die Kosten für die Euro-Länder

Zinshöhe

Sparauflagen

Bedingungen und Risiken

Risiken für den deutschen Steuerzahler


Wo das Geld für Griechenland herkommt
Internationaler Währungsfonds 30 Milliarden Euro
Deutschland 22,3 Milliarden Euro
Frankreich 16,8 Milliarden Euro
Italien 14,7 Milliarden Euro
Spanien* 9,8 Milliarden Euro
Niederlande 4,7 Milliarden Euro
Belgien 2,9 Milliarden Euro
Österreich 2,3 Milliarden Euro
Portugal 2,1 Milliarden Euro
Finnland* 1,5 Milliarden Euro
Irland 1,3 Milliarden Euro
Slowakei* 0,8 Milliarden Euro
Slowenien* 0,4 Milliarden Euro
Luxemburg 0,2 Milliarden Euro
Zypern 0,2 Milliarden Euro
Malta 0,1 Milliarden Euro
* In diesen Staaten steht die Zustimmung des Zustimmung des Parlaments noch aus.

Wie Rating-Agenturen arbeiten

Geschichte

Die Geschichte der Rating-Agenturen reicht ins 19. Jahrhundert zurück, als das US-Eisenbahnnetz sich über den Kontinent ausdehnte. Das erforderte Kredite, die die Banken nicht alleine schultern konnten. Industrieunternehmen begannen, Anleihen auszugeben, um an Geld zu kommen. Heute dominieren drei Agenturen den Markt: Standard & Poor's, Moody's und Fitch.

Standard & Poor's

Moody's

Fitch

Wie die Agenturen arbeiten

Die Noten der Rating-Agenturen

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