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23.05.2010
 

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US-Bank Goldman Sachs will Karstadt kaufen

Karstadt (in Kiel): Müssen die Beschäftigten länger arbeiten?Zur Großansicht
AP

Karstadt (in Kiel): Müssen die Beschäftigten länger arbeiten?

Überraschende Wende im Rennen um Karstadt: Laut einem Pressebericht will das Immobilienkonsortium Highstreet 40 Millionen Euro für die marode Kaufhauskette zahlen. Hinter der Gruppe steht die US-Bank Goldman Sachs - doch sie bekommt Konkurrenz von noch einem Bieter.

Berlin - Die Frist läuft in wenigen Tagen ab, nun trudeln gleich mehrere Angebote ein: Mindestens vier Unternehmen zeigen Interesse an der maroden Kaufhauskette Karstadt.

In den vergangenen Wochen sah es so aus, als ob nur noch der Investor Triton im Rennen sei. Doch nun bahnt sich hinter den Kulissen eine überraschende Lösung an. Denn laut "Bild am Sonntag" will das Immobilienkonsortium Highstreet die 120 Karstadt-Häuser vollständig übernehmen und als Konzern erhalten.

Highstreet hat schon jetzt enge Kontakte zu Karstadt - als dessen Vermieter. Die Gruppe besitzt die Immobilien von 86 Karstadt-Filialen. Hinter Highstreet steht die US-Investmentbank Goldman Sachs Chart zeigen, sie hält die Mehrheit der Anteile. Bis kommenden Donnerstag (27. Mai) muss ein Investor gefunden sein, sonst kann der Karstadt-Insolvenzplan nicht in Kraft treten.

Geheimverhandlungen mit der Gewerkschaft

Die Zeitung berichtet unter Berufung auf Verhandlungskreise, Highstreet wolle im Lauf der Woche dem Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg ein Angebot machen. Laut "BamS" gehen die Amerikaner als Favorit in die Schlussrunde. In Geheimverhandlungen habe sich das Konsortium bereits mit der Gewerkschaft Ver.di auf die Details einer Übernahme geeinigt. Bei Karstadt arbeiten rund 25.000 Mitarbeiter.

Konkret haben sich beide Seiten dem Bericht zufolge auf Folgendes geeinigt:

  • Es soll keine Entlassungen in größerem Umfang geben.
  • Die Mitarbeiter sollen für individuelle Leistungen einen Bonus erhalten.
  • Die Wochenarbeitszeit soll von 37,5 auf 39,5 Stunden erhöht werden - und zwar ohne Lohnausgleich.
  • Die Mitarbeiter sollen am Unternehmen beteiligt werden. Künftig sollen die Arbeitnehmer rund 15 Prozent am Karstadt-Konzern halten.
  • Als Vermieter will sich Highstreet ebenfalls an der Sanierung beteiligen und die Miete für Karstadt reduzieren.
  • Als Kaufpreis sind 40 Millionen Euro im Gespräch.

Am Sonntagnachmittag dementierte Ver.di diese Darstellung allerdings. Es habe keine "Geheimverhandlungen" zwischen der Gewerkschaft und Highstreet gegeben. Man habe lediglich im Zuge des Insolvenzverfahrens mehrfach mit dem Konsortium gesprochen. "Es gibt keinen wie auch immer gearteten Abschluss, der irgendwelche Details vorsieht", sagte eine Ver.di-Sprecherin. Gleichwohl würde die Gewerkschaft ein Übernahme-Angebot von Highstreet "nicht für die schlechteste Lösung für die Beschäftigten" halten.

Laut "BamS" ist Highstreet ohnehin nicht der einzige Interessent für Karstadt. Auch Metro Chart zeigen, der Mutterkonzern des direkten Konkurrenten Kaufhof, sei noch im Rennen. Metro-Chef Eckhard Cordes habe in einem Brief an Insolvenzverwalter Görg erneut Interesse gezeigt - allerdings wolle er nicht alle Karstadt-Filialen übernehmen. Er sei an einer größeren Anzahl von Häusern interessiert, "um diese Standorte in einem Gesamtkonzept mit unserer Kaufhof-Warenhauskette zusammenzuführen".

Auch ein Privatinvestor will mitbieten

Daneben gibt es noch den Investor Triton. In den vergangenen Wochen war nur noch er als ernst zu nehmender Karstadt-Käufer im Gespräch. Allerdings stieß dies bei den Arbeitnehmern auf keine Gegenliebe - sie fürchten einen massiven Jobabbau, der Betriebsrat nannte die Triton-Offerte "unmoralisch". Daraufhin drohte das Unternehmen, sich aus dem Bieterverfahren wieder zurückzuziehen.

Als weiterer Kaufinteressent ist nun noch die Berggruen Holding hinzugekommen. Die Investmentgesellschaft, die von dem Privatinvestor Nicolas Berggruen gesteuert wird, will sämtliche Geschäftsaktivitäten von Karstadt übernehmen. Dies bestätigten Sprecher von Insolvenzverwalter Görg und von Berggruen. Berggruen habe am Freitag eine entsprechende Offerte auf den Tisch gelegt.

Im Unternehmen und bei den Arbeitnehmern sieht man dies jedoch skeptisch. "Es sind noch sehr viele Fragen offen. Das ist kein Angebot, das die Arbeitnehmer aufatmen lässt", sagte die stellvertretende Ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane der "Berliner Morgenpost".

wal/AFP/dpa

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War das nicht mit Oppenheim? Ich bin jedenfalls fest davon überzeugt, dass sich Middelhof schmieren lassen hat. Das Angebot von GS wird das gleiche Prinzip haben. Goldman Sachs sortiert die Interessenlage anders als seriöse [...] mehr...

24.05.2010 von Architectus: Selbstschutz

...die Blutegel, die das Opfer vorher ausgesaugt und ruiniert habe wollen jetzt in einem Anfall von Selbstlosigkeit das Opfer kaufen und retten.....wer es glaubt wird selig :-) Vermutlich stehen noch irgendwo interessante [...] mehr...

23.05.2010 von rabenkrähe: Bad Papers

...... Bestimmt haben sie auch schon jemanden, der ihnen diese Beteilung als bad paper abnimmt, nachdem sie zuvor diverse Rentner mit angeblich aussichtsreichen Papieren auf Karstadt abgezockt haben... rabenkrähe mehr...

23.05.2010 von saschapepper: Wie Lächerlich

GS kauft Karstadt zum Schleuderpreis. 40 Millionen , das ist lächerlich. Alleine die Kataloge von Quelle haben 50 Millionen gekostet bevor man dort dicht gemacht hat. Von "Verkauf" kann da doch keine Rede sein. [...] mehr...

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