Wirtschaft


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28.05.2010
 

"Öko-Test"-Urteil

12 von 13 Luftmatratzen sind giftig

Strand auf Mallorca: Giftige Luftmatratzen können den Sommerspaß verderbenZur Großansicht
DPA

Strand auf Mallorca: Giftige Luftmatratzen können den Sommerspaß verderben

Dramatische Warnung der Zeitschrift "Öko-Test": Einer Untersuchung zufolge enthalten die meisten Luftmatratzen giftige Stoffe in hoher Dosierung. Es bestehe die Gefahr von Nervenschäden und Krebs - direkter Hautkontakt und das Aufblasen mit dem Mund sollten vermieden werden.

Frankfurt am Main - Sie sind der Inbegriff für Sommer, Strand, Kindheit - und Spaß: Luftmatratzen. Eine Untersuchung der Verbraucherzeitschrift "Öko-Test" zeigt jedoch, wie giftig die Betten aus Plastik sind. Von 13 untersuchten Luftmatratzen erhielten 12 die Note "ungenügend", sie stellen eine Gefahr für ihre Benutzer dar, berichtet das Magazin. Den Test bestanden habe nur ein Produkt - und auch das nur mit der Note "ausreichend".

Die Plastikhilfen zum Planschen seien mit so vielen Schadstoffen belastet, dass sie auf keinen Fall mit dem Mund aufgeblasen werden sollten, heißt es in dem vernichtenden Urteil. Auch direkter Kontakt mit der Haut sei bedenklich. Unter anderem weist die Laboranalyse der Matratzen laut "Öko-Test" auf Chemikalien hin, die im Verdacht stehen, Nervenstörungen oder Krebs zu verursachen.

So entdeckten die Tester in einigen Luftmatratzen hohe Anteile an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). PAK werden auch als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt und können über die Haut aufgenommen werden. Sie gelten als krebserregend.

Die meisten Matratzen werden in China produziert

Einige Matratzen bestehen dem Testergebnis zufolge aus 20 bis 30 Prozent Diisononylphthalat (DINP). Dabei handelt es sich um einen sogenannten Weichmacher, der Produkte elastischer, geschmeidiger und belastbarer machen soll. DINP gilt als gesundheitsschädlich und darf in Spielzeug, das Kinder in den Mund nehmen können, nicht mehr als 0,1 Prozent ausmachen.

Die Werte in den Luftmatratzen liegen der Untersuchung zufolge um ein Vielfaches höher - allerdings, so kritisiert "Öko-Test", ist nicht klar geregelt, welche Luftmatratzen als Spielzeug gelten. Die untersuchten Matratzen sind gängige Modelle für Wasser und Strand aus dem Handel, ihre Preise liegen zwischen 3,99 und 23,50 Euro. Die meisten wurden in China produziert, wobei das Herstellungsland nicht immer angegeben war.

Die Chemieexpertin des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Sarah Häuser, sagte: "Es ist inakzeptabel, dass ausgerechnet Produkte, mit denen vor allem Kinder in Berührung kommen, gefährliche Chemikalien in zum Teil extrem hohen Konzentrationen enthalten." Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) müsse handeln und für klarere Gesetze sorgen.

Bereits vor fünf Jahren offenbarte eine große "Öko-Test"-Untersuchung eine dramatisch hohe Dosis von gesundheitlich bedenklichen Weichmachern in Luftmatratzen und Schlauchbooten.

lgr/dpa

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@peterpen: noch immer auf der suche nach antworten? sie erinnern sich an den nachsatz meines ersten postings hier in diesem thread? war wohl ein volltreffer, nicht nur im bezug auf ihre gesinnung. in einen anderen thread [...] mehr...

29.05.2010 von Zyklotron: Dreckkartell

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29.05.2010 von pwbaumann: Noch ärmer

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Giftige Weichmacher (PAK)

Die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) gehören zu den sogenannten Umweltchemikalien und setzen sich aus mindestens zwei und auch mehreren miteinander verbundenen zyklischen Kohlenstoffringen zusammen. In den meisten Fällen werden diese ringförmigen aromatischen Kohlenwasserstoffe bei unvollständigen Verbrennungsprozessen organischer Materialien - wie Fleisch beim Grillen - und anderen pyrolytischen Prozessen gebildet. Einige PAK wirken erbgutverändernd und sind für den Menschen krebserregend. Das unter anderem beim Grillen entstehende, besonders gefährliche Benzopyren gilt als Hauptursache für Magenkrebs. PAK werden auch als Weichmacher in Kinderspielzeugen eingesetzt.





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