London - Die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko gerät für BP zu einem Desaster ohne Gleichen: Die Kosten für die Aufräumarbeiten schnellen für den Öl-Multi in die Höhe, das Image ist ramponiert, nun haben auch noch die Rating-Agenturen Fitch und Moody's ihre Bewertungen gesenkt. Fitch senkte sein Rating auf "AA" von zuvor "AA+", Moody's auf "Aa2" von Aa1".
Damit beurteilen die Agenturen BP angesichts dessen enormer Ertragskraft noch immer als vergleichsweise sicheren Schuldner. Obwohl die Gefahr für eine Zahlungsunfähigkeit gestiegen ist, halten die Agenturen sie dennoch für sehr unwahrscheinlich.
Zusätzlich zum Abstufen allerdings setzte Fitch den Ölkonzern zur Beobachtung auf eine Negativliste. Die Agentur rechne mit weiter steigenden Risiken für das Unternehmen nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" vor rund sechs Wochen, erklärte Fitch.
Die Bohrinsel im Golf von Mexiko war am 20. April explodiert und gesunken. Seitdem strömen täglich Millionen Liter Öl ins Meer. BP gab allein die bislang entstandenen Kosten mit rund einer Milliarde Dollar (etwa 820 Millionen Euro) an. Experten rechnen mit weitaus höheren Kosten.
"Dem Unternehmen ist es bislang wiederholt nicht gelungen, das Ausströmen von Öl zu beenden", sagte Fitch. Es greife nun stattdessen auf Methoden zur Eindämmung zurück, die erst noch umgesetzt werden müssten und anfällig für wetterbedingte Störungen seien.
Die Rating-Agentur warnte vor weiteren negativen Folgen für das Unternehmen wegen der straf- und zivilrechtlichen Ermittlungen der US-Regierung gegen BP. Der Ölkonzern riskiere dadurch eine weitere Abwertung. Im schlimmsten Fall drohten BP für die Reinigung von Meer und Küste Kosten von bis zu fünf Milliarden Euro, hieß es zur Begründung.
Welche Kosten in Folge des Unglücks insgesamt auf BP zukommen werden, ist noch immer völlig ungewiss. Die Schätzungen haben eine riesige Spannweite: Die niederländischen Bank ING tippt auf 5,3 Milliarden Dollar, Credit Suisse hält bis zu 37 Milliarden Dollar für möglich. Die BP-Aktie büßte am Donnerstag in Folge der Herabstufungen in London einen Großteil ihrer früheren Gewinne ein.
Das Unternehmen will Analysten am Freitag über seine weiteren Pläne unterrichten. Börsianer sehen angesichts der Katastrophe die bislang sehr hohe Dividende von BP in Gefahr. Eine Streichung der Dividende wäre ein Schlag für die Aktionäre, zu denen viele britische Pensionsfonds gehören.
yes/ssu/AFP/Reuters
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Bill Gates hat der Menschheit mindestens tausendmal mehr gegeben als ich oder Sie! Das der persönliche Besitz von so viel Geld unsinnig ist hat Herr Bill Gates und andere Superreiche erkannt und so beschlossen das überflüssige [...] mehr...
Waren Ölkonzerne bisher politisch kontollierbar? NEIN!!! Die Frage ist, wie stark ist der Einfluss der Energiekonzerne auf die Politik! Obama hat doch keine Chance die Konzerne in die Schranken zu weisen. Wenn er BP schadet, [...] mehr...
Da werden sie schwerlich die Sonne verantwortlich machen können. Was uns wohl Lebensqualität kosten wird, ist vermutlich das Ende der fossilen Rohstoffe ohne wirkliche Alternative. Im Endeffekt bleibt uns garnichts anderes [...] mehr...
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