Washington - Barack Obamas Glaubwürdigkeit hat unter der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko gelitten. Kritiker sagen, er habe nicht schnell und entschlossen genug auf die Krise reagiert. Jetzt versucht der US-Präsident mit Kampfrhetorik und symbolträchtigen Auftritten das Vertrauen der Wähler zurückzuerobern. Zahlreiche Aktionen sind in den kommenden Tagen geplant:
Finanzdesaster für BP
Für BP wird die Katastrophe immer teurer: Bislang kostete das Öl-Drama den Konzern 1,6 Milliarden Dollar. Bei dem Konzern sind seit der Explosion der Bohrinsel vor zwei Monaten mehr als 51.000 Schadenersatzforderungen eingegangen. Rund 25.500 seien bereits beglichen worden, teilte BP am Montag mit. Das summiere sich auf 62 Millionen Dollar.
Am Montag wollte der BP-Vorstand nach dem massiven politischen Druck über eine Aussetzung der Dividende beraten. Es ist wahrscheinlich, dass der Konzern die vierteljährliche Zahlung für die Aktionäre verschiebt. Diese würde für das zweite Quartal umgerechnet rund zwei Milliarden Euro betragen. Eine Option ist, dass das Geld in den von Obama geplanten Treuhandfonds einfließt. Ein Sprecher teilte mit, am Montag werde vermutlich noch keine Entscheidung zur Dividende fallen. Zahlreiche Pensionsfonds haben in Aktien des Ölmultis investiert.
Auf massives Drängen der US-Regierung sagte BP zudem eine abermalige Ausweitung seines Kriseneinsatzes zu. Bis Ende Juni soll sich die Menge des abgepumpten Öls aus dem lecken Bohrloch auf täglich acht Millionen Liter verdreifachen, teilte ein Regierungsvertreter mit.
Gegenwärtig pumpt BP täglich rund 2,4 Millionen Liter Öl aus dem defekten Bohrloch ab, aus dem bis zu 4,8 Millionen Liter pro Tag ausströmen. Es war ohnehin geplant, dass BP noch mehr Öl abpumpt, allerdings beschleunigte der Konzern seine Bemühungen nach dem Ultimatum der US-Regierung.
Laut Angaben des Weißen Hauses sieht der neue BP-Plan außerdem vor, ein Schiff aus Südamerika, zwei Tanker aus Europa und ein flexibles Ansaugrohr zur gesunkenen Bohrinsel zu bringen, um mehr Öl abpumpen zu können.
Drohende internationale Konsequenzen
Die schlimmste Ölpest in der US-Geschichte führt nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's zu einer noch nie dagewesenen Krise bei Firmen, die im Golf von Mexico tätig sind. Der Vorfall könnte zudem auch internationale Auswirkungen haben, da andere Regierungen die neuen strengeren US-Vorschriften möglicherweise übernehmen, sagte Moody's-Geschäftsführer Steven Wood am Montag. Es könne zwei Jahre dauern, bis Ölproduzenten, Plattformbettreiber und Dienstleister im Golf von Mexiko wieder so arbeiten könnten wie vor der Umweltkatastrophe.
Nach der Explosion und dem Untergang der Bohrplattform "Deepwater Horizon" des Energiekonzerns BP am 20. April hatte die US-Regierung ein sechsmonatiges Moratorium auf Tiefbohrungen im Golf von Mexiko erlassen. "Diese Unsicherheit könnte weit über dieses Datum hinaus für Firmen andauern, die in dieser Region tätig sind", sagte Wood.
Derzeit erwägt der US-Kongress, Haftungsbeschränkungen für Ölproduzenten zu ändern. Dies könnte dazu führen, dass einige Firmen sich aus dem ölreichen Gebiet zurückziehen. Neue staatliche Vorschriften könnten auch hohe Kosten bei kleineren Ölförderern nach sich ziehen, die dann ihre Geschäfte aufgeben müssten.
ssu/AFP/dpa-AFX/Reuters
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Mit der Zerschlagung trifft man aber vor allem Millionen von Rentnern den grosse Teile der privaten Rentenvorsorge basieren ja auf BP - und zwar ohne dass die Rentner bewusst in BP investiert hätten, sondern die haben hat in spwas [...] mehr...
Diese Katastrophe zeigt eindeutig, wie relativ einfach ganze Nationen und Regionen bis ins Mark geschädigt werden können. Terroristen haben sich sicherlich bereits ihre Notizen gemacht zur Attacke von Ölplattformen z. B. [...] mehr...
Berichte aus amerikanischen Quellen deuten seit Tagen darauf hin, daß BP nicht nur den Ölvorrat mehrfach angebohrt, sondern zuletzt auch noch ein gigantisches Methangaslager getroffen hat (was zum Untergang der Deepwater Horizon [...] mehr...
Ja haben denn die BP-Herrschaften ernsthaft geglaubt,es rechne keiner nach? Es ist grotesk: bei jedweder Krise wird die Salami-Taktik ausgerufen und nur das zugegeben, was ohnehin offensichtlich ist. Hier spielt sich ein mondiales [...] mehr...
Jenun, die Eier, die da in der Pfanne schmurgeln, das sind die Eier der Unverantwortlichen... da kann schonmal was durcheinandergeraten. mehr...
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