Wirtschaft



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18.06.2010
 

Umfrage

Nur jeder dritte Arbeitnehmer darf Fußball gucken

Von Matthias Kaufmann

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ddp

Public Viewing: Wer darf das Deutschland-Spiel im Büro gucken?

Das zweite Spiel der deutschen Nationalmannschaft startet am Freitag um 13.30 Uhr - also während der Arbeitszeit. Aber dürfen Arbeitnehmer das Spiel auch gucken? Eine neue Umfrage zeigt: Nur wenige Chefs erlauben das.

München/Hamburg - Diese Situation wird es an diesem Freitag zwischen 13.30 und 15.15 Uhr wohl in einigen Firmen geben: Das Spiel Deutschland gegen Serbien läuft, alle Mitarbeiter sitzen in einem Konferenz- oder Aufenthaltsraum und fiebern mit. Aber einer muss Stallwache halten, falls doch jemand anruft. Weil das Fußballvergnügen voll auf die Arbeitszeit angerechnet wird, kann der zuvor benachteiligte Telefonbeauftragte dann aber früher gehen oder hat fast zwei Stunden Pause gut.

Immer wenn ein großes Sportereignis wie die Fußball-WM oder die EM anstehen, fragen Mitarbeiter: "Chef, darf ich das Spiel sehen?" Und die Unternehmen müssen eine Antwort darauf finden. Nur welche ist die häufigste? Um dies herauszufinden, befragte das Münchner ifo-Institut für eine Studie, die "manager magazin" exklusiv vorliegt, im Rahmen der vierteljährlichen Umfrage zum Randstad-Ifo-Flexindex bei rund 1000 Personalleitern nach.

Das ernüchternde Ergebnis: 59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auf die Fußball-WM keine Rücksicht nehmen können. Feste Arbeitszeitregelungen, Schichtbetrieb, regelmäßiger Kundenkontakt oder bestimmte Produktionsziele ließen solch eine Kulanz nicht zu, geben sie zur Begründung an.

Trotzdem bemühen sich viele Unternehmen, den Mitarbeitern irgendwie entgegen zu kommen. So werden Urlaubsanträge großzügig behandelt und auch der Schichttausch unter Mitarbeitern problemlos genehmigt. Zum Instrumentarium zählen außerdem Arbeitszeitverlegungen oder besondere Pausenregelungen, so dass zumindest Teile eines wichtigen Spieles mitverfolgt werden können. Wer ohnehin flexible Arbeitszeiten hat, darf davon erst Recht in Zeiten der WM Gebrauch machen. Und wenn gar nichts anderes geht, genehmigen viele Arbeitgeber immerhin den Radioempfang während der Arbeit.

Bei 88 Prozent der Firmen gilt das Spiel als Freizeit

Immerhin ein Drittel erlaubt es den Beschäftigten, die Arbeit zu unterbrechen. Das kommt besonders häufig in größeren Unternehmen vor; in Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeitern liegt diese Quote niedriger.

Oft ist die Genehmigung für eine Arbeitsunterbrechung auf Spiele mit Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft beschränkt - ein handfester Grund, Jogis Jungs die Daumen zu drücken. Bei 88 Prozent der Unterbrecher gilt das Fußballspiel aber als Freizeit, die später wieder nachgearbeitet werden muss. Nur bei zwölf Prozent der Unternehmen zählt das Fußballfieber als Arbeitszeit. Dieser Anteil ist besonders hoch bei Handelsunternehmen (23 Prozent) und bei solchen mit weniger als 50 Mitarbeitern (18 Prozent).

Mit dem Flexindex erfasst das Ifo-Institut - neben einer Sonderfrage zu jeder Befragungsrunde - die Bereitschaft von Personalchefs, Instrumente zur Flexibilisierung der Arbeit einzusetzen. Im zweiten Quartal 2010 ist dieser Index erheblich gefallen, von 10,1 auf 6,0 Punkte. Im Vorjahresquartal hatte er noch bei 15,0 Punkten gelegen.

Das bedeutet, dass Maßnahmen wie Zeitarbeit, Überstunden oder Minijobs seltener zum Einsatz kommen. Für den Rückgang verweisen die Wirtschaftsforscher vor allem auf den Aufschwung: Die Kapazitäten sind immer besser ausgelastet. Es gibt seltener Grund, Mitarbeiter nach Hause zu schicken und sich mit deren Arbeitszeitkonto zu trösten. Zu dieser Erklärung passt die Annahme der Unternehmen, dass im 3. Quartal vor allem Überstunden eine größere Bedeutung zukommen wird.

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Ich finde es richtig, dass nur wenige Arbeitgeber ihren Angestellten eine Möglichkeit einräumen, das Fußballspiel der deutschen Mannschaft im TV zu verfolgen. Der mögliche volkswirtschaftliche Schaden rechtfertigt dieses [...] mehr...

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Unsinn, Geschwurbel, substanzlos! Wegen all dieser Events lesen Sie hier auch jeden Tag so eine Diskussion, ja? Die WM nimmt, evtl. neben den Olympiaden und der EM, einen ganz besonderen Stellenwert ein und selbst wenn es so EIN [...] mehr...

18.06.2010 von pirx64: Auf

"Auf dem Boder der Realität" oder "Serbien <> Australien" 0 : 1 :-D mehr...

18.06.2010 von dütschinbe: Was für eine Diskussion ...

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