Rio de Janeiro - Der brasilianische Ölkonzern Petrobras schiebt seine geplante Kapitalerhöhung auf. Der Schritt werde zwei Monate später erfolgen, teilte das staatliche Unternehmen am Dienstag mit. Der zuständigen Aufsichtsbehörde werde erst Ende August eine unabhängige Bewertung der Ölbestände des Konzerns vorliegen. Deswegen sei der Plan für eine Ausgabe der Aktien im Juli nicht einzuhalten.
Ursprünglich wollte Petrobras bis zu 84 Milliarden Dollar an den Kapitalmärkten aufnehmen. Mit dem Geld sollten gigantische Bohrprojekte vor der Küste Brasiliens finanziert werden.
Nun muss Petrobras diese Vorhaben wohl verschieben. Sie sind Teil eines gigantischen Fünf-Jahres-Plans: Insgesamt will der Konzern 224 Milliarden Dollar in Ölbohrungen stecken. Vor der südlichen Atlantikküste Brasiliens wurden in den vergangenen Jahren immer wieder riesige Ölfelder entdeckt, die allerdings in beträchtlicher Tiefe von teilweise fünf bis sieben Kilometern liegen.
Eigentlich hatte sich Petrobras einen Teil des Kapitals an der Börse besorgen wollen. Die Emission sollte eine der weltweit größten in diesem Jahr werden. Nun muss der Konzern mit der Umsetzung noch warten.
Weltweit sind Offshore-Ölbohrungen massiv in die Kritik geraten, seit die BP-Plattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodierte. Petrobras lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken: Mit der Ölpest im Golf von Mexiko hat die Verschiebung der brasilianischen Projekte offenbar nichts zu tun.
wal/Reuters/dpa
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Natürlich wird und muß Brasilien auch Offshore bohren. Man kann mit sehr viel Geld viele Plattformen bauen die zügig die Felder aussaugen oder eben mit weniger Geld weniger Plattformen bauen die länger bei verminderter [...] mehr...
Den Brasilianer treibt der Größenwahn! Sie fühlen sich ja sowieso als die Größten. Die furchtbaren Verwüstungen durch Rodungen im Amazonasgebietes, 1/5 unseres weltweiten Sauerstoffes wird hier abgegeben. Was kommt erst für ein [...] mehr...
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