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26.06.2010
 

US-Investmentbank

Goldman Sachs soll für kriminellen Partner bezahlen

Goldman-Sachs-Zentrale in Manhattan: Anzeichen für kriminelle Machenschaften ignoriertZur Großansicht
REUTERS

Goldman-Sachs-Zentrale in Manhattan: Anzeichen für kriminelle Machenschaften ignoriert

Goldman Sachs muss den nächsten Rückschlag verkraften: Die US-Investmentbank steht schon länger unter Verdacht, ihre Kunden geprellt zu haben. Jetzt soll sie auch noch eine Mitschuld daran haben, dass Anleger eines betrügerischen Hedgefonds viel Geld verloren.

Washington/New York - Die US-amerikanische Finanzmarkt-Regulierungsbehörde hat Goldman Sachs Chart zeigen zu einer Geldstrafe von 20,6 Millionen Dollar verdonnert. Diese Summe soll die US-Investmentbank an die Geschädigten der 2005 zusammengebrochenen Bayou Group zahlen. Die Bank hatte für Bayou einen Teil der Geschäfte abgewickelt. Goldman Sachs habe die Anzeichen für kriminelle Machenschaften bei dem Partner ignoriert, begründete die Behörde ihr Vorgehen.

Es sei das erste Mal, dass eine Bank für ihre Rolle als Mittelsmann in einem solchen Fall zur Rechenschaft gezogen werde, schrieb die "New York Times". Der Hedgefonds hatte die Verluste aus seinen riskanten Anlagen verschleiert und seinen Investoren Gewinne vorgetäuscht. Goldman Sachs, so der Vorwurf, habe Zugang zu den Handelsaufzeichnungen gehabt und hätte deshalb hellhörig werden müssen.

Hedgefonds-Gründer Samuel Israel sitzt für 20 Jahre hinter Gittern. Nach Angaben des "Wall Street Journal" hat er seine Investoren in dem lange zurückliegenden Fall um mehr als 400 Millionen Dollar betrogen. Goldman Sachs soll seine Anleger zu Zeiten der Finanzkrise um mehr als eine Milliarde Dollar gebracht haben. Die Börsenaufsicht SEC hatte deswegen im April Klage eingereicht.

wit/dpa

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Die neuesten Beiträge:
27.06.2010 von CHANGE-WECHSEL: lol

Es fragt sich nur, wer eigentlich der größer oder kleinere Kriminelle ist. Ist es der Partner oder ist es Goldman Sachs. Die logische Schlussfolgerung ist, dass beide kriminell sind. Und was machen unsere korrupten [...] mehr...

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Die Akteure in der Goldman-Affäre

Goldman Sachs

REUTERS
Die US-Investmentbank soll Investoren um eine Milliarde Dollar geprellt haben. Die Börsenaufsicht SEC hat eine Zivilklage gegen die Bank eingereicht. Im Zentrum der Klage: Sogenannte "collateralized debt obligations" (CDO). Die fragliche CDO trug den Namen "Abacus 2007-AC1". Dieses "synthetische" Spekulationsvehikel war nichts anderes als ein Portfolio aus weiteren Kunstprodukten: "Credit default swaps" (CDS) - virtuelle Versicherungsverträge, mit denen sich Großbanken gegen Verluste auf dem Immobilienmarkt absicherten.

Der Hedgefonds-Milliardär John Paulson soll von Anfang an auf ein Scheitern von "Abacus" spekuliert haben - und zwar mit dem Wissen der Goldman-Sachs-Verantwortlichen. Die Bank streitet die Vorwürfe als "völlig haltlos" ab und will sich und die eigene Reputation "energisch verteidigen".

Fabrice Tourre

John Paulson

Börsenaufsicht SEC

Finanzmakler ACA

IKB


Interaktive Grafik

Sie waren die Götter des Geldes, jetzt trifft die Goldman-Sachs-Banker der geballte Zorn. Interne Mails belegen das zynische Geschäftsgebaren der Finanzmanager. SPIEGEL ONLINE hat die krassesten Schreiben dokumentiert.





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