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01.07.2010
 

Geringe Nachfrage nach EZB-Geld

Banken vertrauen sich wieder

EZB-Zentrale in Frankfurt: Das Vertrauen kehrt zurückZur Großansicht
DPA

EZB-Zentrale in Frankfurt: Das Vertrauen kehrt zurück

Entspannung in der europäischen Finanzwelt: Mehr als 1000 Banken mussten am Donnerstag Milliarden Euro an die Zentralbank zurückzahlen, die sie sich in der Hochzeit der Finanzkrise geliehen hatten. Die Institute konnten sofort wieder an frisches Geld gelangen - aber nur wenige nutzten die Möglichkeit.

Frankfurt am Main - Es war ein Test für die Bankenbranche - und er ist besser ausgefallen als erwartet: Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag nur 78 Finanzinstituten aus dem Euroraum rund 111 Milliarden Euro für die kommenden sechs Tage geliehen - und damit deutlich weniger Geldhäusern als erwartet.

Das Signal, das davon ausgeht, ist bedeutender, als auf den ersten Blick erkennbar: Denn am Donnerstag war der sogenannte Jahrestender der Zentralbank ausgelaufen, über den sich im vergangenen Sommer mehr als 1000 Banken zu Billigzinsen 442 Milliarden Euro geliehen hatten. Institute, die nach Ablauf des Jahres immer noch frisches Geld brauchten, mussten an diesem Donnerstag ihre Kreditlinie zwar zunächst begleichen, konnten sich dann aber sofort erneut bei der EZB bedienen.

Die große Frage war jetzt: Müssen viele Banken das EZB-Angebot annehmen? Oder leihen sich die Kreditinstitute wieder untereinander Geld? Denn gerade Letzteres hatten die Banken während der Finanzkrise kaum noch gemacht. Die Sorge der Geldhäuser war groß, dass der Kreditnehmer möglicherweise auf einem Berg Ramschpapieren saß.

Ein erster Probelauf war bereits am Mittwoch gut verlaufen

Bankenexperten sehen in den aktuellen Ereignissen nun eine Wende zum Besseren: "Insgesamt zeigt sich, dass die europäischen Banken nicht mehr mit dem Rücken zur Wand stehen", sagte DekaBank-Experte Karsten Junius. Zuversichtlich stimmt Junius vor allem die vergleichsweise geringe Anzahl von Banken, die sich an dem Geschäft beteiligt haben. "Dies ist deutlich weniger als beim heute auslaufenden Jahrestender."

Ein erster Probedurchlauf war bereits am Mittwoch gut verlaufen. 171 Banken hatten sich bei der EZB insgesamt knapp 132 Milliarden Euro frisches Geld für drei Monate geliehen. Dies war zwar ein neuer Rekord beim Drei-Monats-Geld, aber Analysten hatten mit einer Gesamtsumme von bis zu 250 Milliarden Euro gerechnet. Offensichtlich waren die Banken doch nicht so klamm - ein gutes Zeichen. "Insgesamt scheinen die Banken wieder etwas mehr Vertrauen zueinander zu fassen", sagte Junius.

Auch aus Spanien kam ein positives Signal: Das Land konnte sich erneut erfolgreich am Kapitalmarkt refinanzieren. Insgesamt nahm das Land 3,5 Milliarden Euro mit fünfjährigen Anleihen auf. Das Ergebnis lag am oberen Rand der Erwartungen.

yes/AFP/dpa-AFX/Reuters

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insgesamt 5 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
01.07.2010 von wika: Mal anders hinterfragen …

… ist aber in dem Artikel nicht zu lesen. Drehen sie doch den Spieß mal um. Der Bundesbüger hat Angst und spart und die banken rücken kein Geld mehr an Unternehmen raus … das verbessert die Liquidität und man muss ich keine Fixe [...] mehr...

01.07.2010 von Katzenfreund: Verstehe

Kann ich nicht verstehen. Aber ich bin gerne bereit zu helfen. Ich bin bereit eine Milliarde zu nehmen. Bankdaten auf Anfrage. mehr...

01.07.2010 von eulenspiegel 47: Alles im Nebel

Die Regierung regiert "auf Sicht", die Experten prognostizieren "auf Sicht" und die Zeitungen plappern alles nach, wie es gerade kommt, frei nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschreibsel von gestern. mehr...

01.07.2010 von frubi: .

Sie suggerieren aber auch gerade, als wäre wieder alles Tutti-Kompletti und als hätte es nie einen Crash gegeben. mehr...

01.07.2010 von rkinfo: Hilfe - was passiert mit GOLD und Euro-Crash ?

Ich denke der Weltuntergang des Papiergeld steht kurz bevor ? ... und die neue 'DM' ist schon angedruckt ? Zudem haben zig Experten frisches GOLD empfohlen ... selbst die Zahnärzte. Unglaublich diese Vertrauen der Banken [...] mehr...

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Die Europäische Zentralbank

EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion und bildet mit den nationalen Zentralbanken der EU-Staaten das Europäische System der Zentralbanken .

Europäischer Leitzins

Expansive Geldpolitik

Geldwertstabilität


Wie Notenbanken funktionieren

Woher nehmen Notenbanken das ganze Geld?

Für die Milliardensummen, die die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) im Verlauf der Finanzkrise den Banken zur Verfügung stellten, müssen die Notenbanken nicht die Notenpresse anwerfen und Geldscheine drucken. Die Beträge werden lediglich auf den Konten der Geschäftsbanken gutgeschrieben, die bei den Notenbanken geführt werden. Gegen Wertpapiere als Sicherheiten leiht die EZB oder Fed Geld aus. Nach einer bestimmten Frist zahlen die Banken die Summe inklusive Zins zurück.

Können sie pleitegehen?

Warum buttern sie so viel Geld in die Märkte?


Die Aufgaben der Fed und der EZB

Der Auftrag der Europäischen Zentralbank (EZB) ist im EU-Vertrag festgelegt. Dort heißt es: "Das vorrangige Ziel der EZB ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten." Zugleich soll die Notenbank die allgemeine Wirtschaftspolitik des Währungsraums unterstützen - allerdings nur soweit, falls hierdurch nicht das Ziel stabiler Preise beeinträchtigt wird. Durch diese Formulierung wird dem Ziel stabiler Preise Vorrang gegenüber weiteren Zielen eingeräumt.
Die EZB ist laut EU-Vertrag aber auch für die Stabilität des Finanzsystems mitverantwortlich. Eine Aufgabe, die gerade in Zeiten starker Turbulenzen an den Finanzmärkten besonders wichtig ist.




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