Hamburg - Es ist gerade einmal zwölf Jahre her, dass die Suchmaschine Google an den Start ging. Und doch ist es den Unternehmensgründern Larry Page und Sergey Brin in dieser kurzen Zeit gelungen, in einer Wachstumsbranche eines der erfolgreichsten Produkte zu etablieren.
Page und Brin haben eindrucksvoll demonstriert, welche ungeheure Macht darin verborgen liegt, die Chancen neuer Technologien rechtzeitig zu erkennen und auch zu nutzen. Das Unternehmen Google beherrscht nicht nur den Markt der Netzsuche, sondern auch den Markt der Online-Werbung.
Ohne Google geht heute wenig im Internet. Und ohne Larry Page wäre bei Google wenig gegangen. Von der Zeitschrift Fortune wurde er einmal gefragt, was der beste Rat gewesen sei, den er jemals erhalten habe. Seine Antwort: "Für meine Promotion an der Universität von Stanford schwebten mir ungefähr zehn Themen vor. Eines davon war, die Vernetzungsstruktur des Internets zu untersuchen. Mein Professor, Terry Winograd, wählte dieses Thema aus und meinte: 'Nun, dieses Thema da, das sieht nach einer wirklich guten Idee aus.' Das rechne ich ihm hoch an."
Erfolgreiche Dreierspitze
Mit seinem Studienkollegen Sergey Brin machte er sich an die Arbeit. Gemeinsam entwickelten und leiteten sie nun das "Projekt Google", das als Unternehmen 1998 den Betrieb aufnahm. Nach der Gründung übernahm Larry Page die Position des CEO, die er bis 2001 behielt. Unter seiner Führung wuchs das Unternehmen auf 200 Mitarbeiter an und wurde rentabel.
Im Jahr 2001 holten die Google-Gründer Eric Schmidt ins Unternehmen, der zuvor bei Novell als Chairman und CEO gearbeitet hatte. Gemeinsam bilden Page, Brin und Schmidt seither die Führungsspitze des Weltkonzerns. Larry Page selbst hat viele Auszeichnungen erhalten, unter anderem wurde er im Jahr 2002 vom World Economic Forum als "Internationale Führungspersönlichkeit der Zukunft" bezeichnet. Sein Vermögen wurde 2009 von Forbes auf rund zwölf Milliarden Dollar geschätzt, womit er und Sergey Brin, dessen Vermögen ähnlich hoch taxiert wird, sich auf Platz 26 der Weltrangliste der Milliardäre finden.
Chancen neuer Technologien zu erkennen und zu nutzen kann sich also auch finanziell richtig lohnen. Wenn man über Innovationen redet, denken viele Menschen fast automatisch an wissenschaftliche und vor allem technologische Innovationen. Hier wird viel Geld investiert, und die erfolgreichen Unternehmen sind die ganz großen Stars der Medien. Neues Wissen scheint in diesem Bereich oft von einer faszinierenden Aura umgeben zu sein, was den Eindruck unterstützen mag, dass es sich hier um die "Königsklasse" der Innovation handle.
Dabei sind viele der Innovationen, die auf neuem Wissen beruhen, weder wissenschaftlich noch technisch, sondern beziehen sich auf gesellschaftliche oder wirtschaftliche Faktoren. Somit werden sie von der Öffentlichkeit vielleicht weniger deutlich wahrgenommen. Obwohl ihre Tragweite oft wesentlich weitreichender ist. Für jede Organisation stellt sich damit die Frage, welche Chancen sich durch die Nutzung der neuen Technologien bieten.
McCains Online-Kampagne war schlecht
Im Allgemeinen braucht man heute selbstverständlich niemanden mehr auf die Bedeutung der elektronischen Medien hinzuweisen, im Konkreten allerdings liegen viele Organisation bei der Nutzung neuer Technologien und auch beim Internetauftritt weit hinter der Zeit zurück. Die Chancen, die hier ungenutzt bleiben, sind riesig. Gleichzeitig begibt sich jede Organisation, die die Zeichen der Zeit ignoriert, in ein völlig unnötiges Risiko, da sie der Konkurrenz dadurch eine empfindliche Flanke öffnet. Das ist keineswegs nur auf die Wirtschaft begrenzt.
Der Unterschied zwischen dem Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, John McCain, und dem siegreichen Barack Obama bei der Nutzung des Internets hätte im US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 wohl kaum größer sein können. Das Gleiche gilt aber auch für Non-Profit-Organisationen, Universitäten, Kultureinrichtungen und Krankenhäuser.
Die Unternehmensleitung hat es selbst in der Hand, wie sie die Chancen neuer Technologien erkennen und nutzen möchte. Und es ist verblüffend, welche riesigen Unterschiede sich zwischen direkten Wettbewerbern im Markt auftun - gerade auch, was die Nutzung des Internets angeht.
Bill Gates vertrat bereits im September 2000 eine Ansicht, die auch zehn Jahre später noch ein berechtigter Denkanstoß für die Praxis ist: "Im Internet geht es keineswegs nur um neue Start-up-Unternehmen. (…) Im Internet geht es vielmehr um bestehende Unternehmen und darum, wie sie ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Kundenbeziehungen mit den digitalen Ansätzen besser nutzen. Das ist die nachhaltigste Sache an dieser Revolution."
Technologische Innovationen zum eigenen Vorteil nutzen
Larry Page und Sergey Brin ist es gelungen, neue Technologien zu erkennen und so zu nutzen, dass sie dadurch herausragende technologische Innovationen vollbrachten. Aber schon auf viel bescheidenerem Niveau kann in jeder Organisation gefragt werden, welche Chancen mit den aktuellen technologischen Möglichkeiten verbunden sind und wie man diese zum eigenen Vorteil nutzt.
Berücksichtigt man die Tatsache, dass die industrielle Revolution überhaupt erst der Auslöser für eine lange Kette zahlreicher und weitreichender Innovationen war, kann man guten Gewissens behaupten, dass die größten Auswirkungen der Online-Revolution noch vor uns liegen.
Jeder, der sich selbst oder seine Firma voranbringen will, kann vom Google-Beispiel profitieren, wenn er auf die folgenden Fragen eine Antwort findet:
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Mal wieder wird auf das Buch von Frank Arnold referenziert. Ich habe mir das Werk zugelegt und bin schwer enttäuscht, da dort lediglich Häppchen zu sehr, sehr vielen Personen zusammengetragen wurden. Entsprechend bleiben die [...] mehr...
Tja, da glaubt wohl eher der Buchautor das er mit "seiner Idee" einem Buch reich wird .. der Rest ist schlicht an der Realität vorbei. Das 1900'te Jahrhundert war das erfolgreichste der Neuzeit was Wissen und [...] mehr...
Sorry, aber die Kritik trifft mich nicht. Ich habe es in Deutschland mit einem Projekt versucht, ich habe es in der Schweiz mit einem Projekt versucht, beide Projekte sind ausschliesslich an mangelnder Finanzierungsmöglichkeit [...] mehr...
Nun spricht man aber dabei vom "amerikanischen Traum" und nicht vom afrikanischen. Ansonsten ist die Einstellung das man etwas schaffen kann ziemlich notwendig wenn man etwas schaffen will, sonst kann man es ja gleich [...] mehr...
Dem kann ich nur zustimmen. Wäre man Anfang des 20. Jahrhunderts geboren oder in unserer Zeit, aber irgendwo mitten in Afrika, dürfte jedem klar sein, von welchen äußeren Umständen, auf die kein einzelner Einfluß hat, [...] mehr...
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