Frankfurt am Main - Der Chemieriese BASF
arbeitet bei der Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen künftig intensiver mit seinem US-Partner Monsanto
zusammen. Beide Unternehmen kündigten am Mittwoch an, ihre seit 2007 bestehende Kooperation auszubauen. Laut BASF ist es bereits die weltweit größte Zusammenarbeit in der Biotechnologiebranche.
Neben Mais, Soja, Baumwolle und Raps wollen beide Firmen in den nächsten Jahren auch biotechnologisch veränderte Weizensorten entwickeln. Im Blick haben die Konzerne vor allem die großen Agrarmärkte in Nordamerika und Australien. In vielen europäischen Ländern werden gentechnisch veränderte Pflanzen von der Bevölkerung eher kritisch gesehen.
BASF und Monsanto planen nun zusätzlich zum ursprünglichen Budget von rund 1,5 Milliarden Dollar weitere Investitionen von über einer Milliarde Dollar. Grund für den Ausbau der Allianz seien die bisherigen Erfolge bei der Identifizierung von Genen für ertragreiche und stresstolerante Nutzpflanzen, erklärte eine BASF-Sprecherin.
Aus der Zusammenarbeit soll 2012 das erste Produkt auf den Markt kommen: Ein Genmais, der besser gegen starke Trockenheit resistent ist. Da Monsanto die gemeinsam erforschten Produkte vermarktet, erhält der global größte Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut 60 Prozent der Nettoerträge, für BASF bleiben 40 Prozent.
böl/Reuters/dpa
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