Wirtschaft



ThemaBASFRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
07.07.2010
 

Biotechnologie

Chemieriese BASF kooperiert enger mit Gen-Gigant Monsanto

Maiskolben: Die Produkte sollen resistenter werden - etwa gegen TrockenheitZur Großansicht
DPA

Maiskolben: Die Produkte sollen resistenter werden - etwa gegen Trockenheit

Investitionen in eine Wachstumsbranche: Der größte Chemiekonzern der Welt BASF und der global wichtigste Produzent von gentechnisch verändertem Saatgut Monsanto arbeiten in Zukunft noch stärker zusammen. Das erste gemeinsam entwickelte Produkt soll 2012 auf den Markt kommen.

Frankfurt am Main - Der Chemieriese BASF Chart zeigen arbeitet bei der Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen künftig intensiver mit seinem US-Partner Monsanto Chart zeigen zusammen. Beide Unternehmen kündigten am Mittwoch an, ihre seit 2007 bestehende Kooperation auszubauen. Laut BASF ist es bereits die weltweit größte Zusammenarbeit in der Biotechnologiebranche.

Neben Mais, Soja, Baumwolle und Raps wollen beide Firmen in den nächsten Jahren auch biotechnologisch veränderte Weizensorten entwickeln. Im Blick haben die Konzerne vor allem die großen Agrarmärkte in Nordamerika und Australien. In vielen europäischen Ländern werden gentechnisch veränderte Pflanzen von der Bevölkerung eher kritisch gesehen.

BASF und Monsanto planen nun zusätzlich zum ursprünglichen Budget von rund 1,5 Milliarden Dollar weitere Investitionen von über einer Milliarde Dollar. Grund für den Ausbau der Allianz seien die bisherigen Erfolge bei der Identifizierung von Genen für ertragreiche und stresstolerante Nutzpflanzen, erklärte eine BASF-Sprecherin.

Aus der Zusammenarbeit soll 2012 das erste Produkt auf den Markt kommen: Ein Genmais, der besser gegen starke Trockenheit resistent ist. Da Monsanto die gemeinsam erforschten Produkte vermarktet, erhält der global größte Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut 60 Prozent der Nettoerträge, für BASF bleiben 40 Prozent.

böl/Reuters/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
alles zum Thema BASF

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Verwandte Themen

Im Überblick: Die Bestimmungen des Gentechnik-Gesetzes

Anbau

DPA
Auf rund 27 Quadratkilometern werden in Deutschland derzeit gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut - die meisten davon in Ostdeutschland. Spitzenreiter ist Brandenburg, wo auf rund 13 Quadratkilometern vor allem der Genmais MON 810 des US-Saatgutkonzerns Monsanto wächst. Auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sind mit jeweils rund sechs Quadratkilometern ganz vorne dabei. Dennoch liegt der Anteil der Flächen mit genveränderten Pflanzen bundesweit bei nur etwa 0,15 Prozent. Der umstrittene Genmais soll besser vor dem Schädling Maiszünsler geschützt sein. Geprüft wird auf EU-Ebene derzeit auch die Zulassung der Gen-Kartoffel "Amflora" des Chemiekonzerns BASF. Das für die Produktion von industriell verwendeter Kartoffelstärke optimierte Nachtschattengewächs könnte bereits im kommenden Jahr auf deutschen Feldern wachsen.

Gesetze

Reform

Kritik







TOP



TOP