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15.07.2010
 

Verbraucherschützer

Amazon fällt im Lebensmitteltest durch

Online-Kaufhaus Amazon: Mit wenigen Klicks zum vollen Kühlschrank?Zur Großansicht
ddp

Online-Kaufhaus Amazon: Mit wenigen Klicks zum vollen Kühlschrank?

Butter und Bücher, Müsli und Musik-CDs - der Online-Versender Amazon bietet seit Anfang Juli auch Lebensmittel an. Doch Verbraucherschützer kritisieren das Angebot als wenig empfehlenswert. Vor allem die hohen Preise und der umständliche Transport enttäuschten die Testkäufer.

Hamburg - Es klingt verlockend einfach: Mit wenigen Klicks am Bildschirm den lästigen Einkauf erledigen und sich die Lebensmittel vom Internetversender Amazon bequem nach Hause schicken lassen. Doch die Hamburger Verbraucherzentrale hat den Einkauf von Lebensmitteln über die Online-Plattform nach einem Test als wenig empfehlenswert bezeichnet.

Die angebotenen Artikel des täglichen Bedarfs seien teuer, das Verfahren umständlich und wenig transparent, teilte die Verbraucherzentrale am Donnerstag mit. "Das Amazon-Lebensmittelangebot leidet unter Kinderkrankheiten und ist noch keine Alternative zum Supermarkteinkauf", sagte Armin Valet von der Verbraucherzentrale. Der als Online-Buchhändler bekannt gewordene Konzern verkauft seit dem 1. Juli in Deutschland 35.000 Lebensmittelprodukte.

Gegen Lebensmittelkäufe bei Amazon sprechen laut Test der Hamburger Verbraucherschützer vor allem die hohen Versandkosten, die zusätzlich zu den Warenpreisen anfallen. Da die Lebensmittel nicht direkt von Amazon geliefert werden, sondern von insgesamt 60 Partnershops, müsse der Kunde bei einem Einkauf mehrmals für den Transport bezahlen.

Bei einem exemplarischen Testeinkauf für einen Singlehaushalt mit zehn Artikeln im Wert von 19,96 Euro fielen dadurch noch einmal 30,77 Euro an Versandkosten an. Das habe den eigentlichen Einkauf um 154 Prozent verteuert. Zu einem ähnlichen Urteil war auch SPIEGEL ONLINE bei einem Testkauf gekommen.

Da auch die Lebensmittelpreise selbst höher als im Handel seien, entstünden Kunden bei Amazon deutlich höhere Einkaufspreise als im Supermarkt. Ein typischer Familieneinkauf werde im Schnitt mehr als doppelt so teuer (plus 123 Prozent), ein Singleeinkauf sogar fast dreimal so teuer (plus 194 Prozent). Ungünstig sei zudem, dass die bei unterschiedlichen Händlern bestellten Waren bei den Tests in mehreren Paketen und an verschiedenen Tagen angekommen seien.

jok/AFP/dpa

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insgesamt 19 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
13.01.2011 von martingab: super schlecht für Verbraucher

Hallo, habe mir mal Amazon genauer angeschaut und überlegt, ob ein Einkauf von Lebensmitteln hier Sinn macht. Ergebnis: NEIN Die Kritikpunkte: deutlich überteuerte Preise nicht rechtskonform: Keien Grundpreise, keien [...] mehr...

16.07.2010 von weltoffener_realist: Die Probleme liegen woanders.

Na sei es drum, so sollen sie Amazon eben testen. Ich hatte wohl unterschätzt, von welch überragender Bedeutung das für Sie ist. Zunächst wäre ich dankbar, wenn Sie mich nicht unhöflich Duzen würden. Vielen Dank. Zum [...] mehr...

16.07.2010 von hinterwald: yep

und um sinnvolle entscheidungen zu treffen, sollte man sinnvolle infos wie die der verbraucherschützer haben. ich kann beim besten willen kein kriterium sehen, daß die davon abhalten sollte, auch amazon's service unter die lupe [...] mehr...

16.07.2010 von Gimlee: An den Verpackungsmüll denkt niemand?

Alle reden hier von Autoabgasen, aber was ist mit der Tatsache, dass jedes Lebensmittel noch einmal zusätzlich verpackt werden muss, wenn es ausgeliefert wird? Nicht nur würde der Papierverbrauch immens steigen, es würde auch kaum [...] mehr...

16.07.2010 von weltoffener_realist: Übers Ziel hinaus

Ich glaube wirklich, dass Sie da was verwechseln. Verbraucherschutz ist sehr wichtig - er sollte sich aber auf seine Kernaufgaben konzentrieren, denn da gibt es wahrlich genug zu tun. Ich freue mich über jede Nachricht, dass [...] mehr...

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