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16.07.2010
 

Neue Atomabgabe

Aktien von RWE und E.on verlieren

Umweltaktivisten vor dem AKW Biblis (Archivaufnahme): Abgabe für ÖkostromZur Großansicht
AP

Umweltaktivisten vor dem AKW Biblis (Archivaufnahme): Abgabe für Ökostrom

Die schwarz-gelbe Koalition will die Atomindustrie laut einem Gesetzentwurf doppelt besteuern - an der Ausgestaltung arbeitet die Bundesregierung zwar noch. An der Börse kommen die Pläne trotzdem nicht gut an: Energiekonzerne verlieren stark.

Berlin - Ein Dementi sieht anders aus: Die Bundesregierung hat Berichte zurückgewiesen, denen zufolge die Atomwirtschaft für längere Kraftwerkslaufzeiten jährlich bis zu fünf Milliarden Euro zahlen sollen. Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans verwies am Freitag in Berlin darauf, dass die Ausgestaltung des künftigen Energiekonzepts noch in Arbeit sei. "Dementsprechend sind auch sämtliche Fragen, wie hoch am Ende eine Gewinnabschöpfung bei einer Laufzeitverlängerung ausfallen wird, derzeit noch unbeantwortet."

Damit ist das Thema jedoch nicht vom Tisch. Allerdings könnte die Abgabe etwas anders ausfallen, als die "Süddeutsche Zeitung" und die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hatten. Ihren Informationen zufolge soll die neue Abgabe für die Förderung erneuerbarer Energien - etwa für den Ausbau von Ökostrom - bereitgestellt werden. Die Regierung verlange dies als Gegenleistung für eine Verlängerung der Atomlaufwerkszeiten.

An den Märkten kamen die Berichte über eine neue Abgabe jedenfalls nicht gut an. Aktien des Energiekonzerns E.on Chart zeigen gaben um mehr als 2,7 Prozent nach - und fielen damit ans Dax-Ende Chart zeigen. Papiere von RWE Chart zeigen büßten ebenfalls weit mehr als zwei Prozent ein.

Auch an der Brennelementesteuer arbeitet die Bundesregierung noch. Sie soll dem Bund jährlich 2,3 Milliarden Euro bringen und der Sanierung des Haushalts dienen. Ob die Brennelementesteuer in der vorgesehenen Form kommen wird, ist allerdings offen. Der Sprecher des Finanzministeriums, Michael Offer, sagte, mit den Stromkonzernen würden weiterhin Gespräche über eine alternative Lösung geführt.

Die Atomwirtschaft lehnt die Steuer ab und möchte stattdessen einen Teil ihrer Zusatzgewinne in einen Fonds einzahlen. Finanzielle Abstriche schließt Offer allerdings auch für den Fall eines Alternativmodells aus: "Die 2,3 Milliarden sind gesetzt."

yes/dpa

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14.09.2010 von platten: Sie funktionieren nur nicht

Kernfusionsreaktoren haben einen entscheidenen Nachteil. Sie funktionieren (noch) nicht. Wann und ob sie jemals Energie liefern können ist unbekannt. Natürlich sollte man die Kernfusion weiter erforschen. Aber man soll nicht [...] mehr...

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Thermischer Reaktor

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