Sunnyvale - Das Internet-Urgestein Yahoo kommt nicht vom Fleck. Während der große Rivale Google dank sprudelnder Werbeeinnahmen seinen Umsatz kräftig steigerte, legte Yahoo im zweiten Quartal lediglich um zwei Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zu.
Der Konzerngewinn stieg dank eines rigiden Sparkurses um 51 Prozent auf 213 Millionen Dollar. Konzernchefin Carol Bartz selbst sprach von einem "gesunden Wachstum bei den Werbeanzeigen". Anleger sahen das anders: Der Kurs der Yahoo-Aktie gab im nachbörslichen Handel über sechs Prozent nach. "Es sieht aus, als ob sie Marktanteile im Suchmaschinengeschäft verloren haben", sagte Oppenheimer-Analyst Jason Helfstein am Dienstag auf "Bloomberg TV".
Konzernchefin Bartz hatte rund 2000 Stellen abgebaut und sich mit dem Softwaregiganten verbündet. Yahoo nutzt künftig Microsofts Suchmaschine Bing und vermarktet im Gegenzug die Werbung. Die beiden wollen gemeinsam gegen Google antreten.
Der Suchmaschinenprimus hatte seinen Umsatz um satte 23 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar hochschrauben können. Im gleichen Maße stieg der Gewinn auf 1,8 Milliarden Dollar. Damit liegt Google in einer ganz anderen Klasse als Yahoo.
ssu/apn/dpa-AFX
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