Bonn/Frankfurt - Eine Alternative zu herkömmlichen Geldhäusern wollte sie sein, Kundengelder sollten transparent als Kredite an Firmen vergeben werden: Die Noa Bank war mit großen Zielen gestartet. Jetzt hat die Bank gegen ihre eigenen Prinzipien verstoßen: Das Institut hat der Öffentlichkeit verschwiegen, dass dem Annahmestopp von Kundengeldern eine Anordnung der Finanzaufsicht BaFin zugrunde liegt.
Die BaFin habe am 23. Juni das Verbot zur Annahme von Spareinlagen sowie zur Vergabe von Krediten verhängt, sagte ein Sprecher der Aufsichtsbehörde. Offenbar fürchteten die Finanzaufseher, die Noa Bank verfüge über nicht genügend Eigenkapital.
Bislang hatte die Bank den Annahmestopp für Einzahlungen auf Tages- und Festgeldkonten damit begründet, dass sie die Kundengelder nicht schnell genug gemäß ihrer Leitlinien an kleine und mittelständische Unternehmen vergeben konnte. Die Vergabe von Krediten sei zeitaufwändiger als die Eröffnung neuer Konten, beteuerte die Bank.
Die Noa Bank war erst im November an den Start gegangen und versuchte sich vor dem Hintergrund der Finanzkrise als Alternative auf dem deutschen Markt zu positionieren. Sie erlebte einen regelrechten Kundenansturm: Das Institut gewann seitdem 15.000 Kunden und sammelte 300 Millionen Euro Spareinlagen ein. Ein Hauptgrund dafür dürften die attraktiven Zinsen gewesen sein - beim Tagesgeld 2,2 Prozent. Damit gehörte die Noa Bank zu den Spitzenanbietern. Die Kunden konnten sich bei ihren Tages- und Festgeldkonten aussuchen, in welche Wirtschaftsbereiche ihr Geld als Unternehmensdarlehen fließen soll: Region, Umwelt, Gesundheit oder Kultur.
Jozic will Kapital bis um zehn Millionen Euro erhöhen
Im Juni stoppte die Noa Bank jedoch die Vergabe neuer Festgeldkonten und nimmt seitdem auch kein frisches Tagesgeld mehr von Sparern an. Bankgründer François Jozic erklärte nun in seinem Internetblog, es sei mit der BaFin "abgestimmt" gewesen, dass die Gründe für den Geldannahmestopp "vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben sollen - und das im absoluten Gegensatz zu unserem Prinzip der Transparenz". Damit habe die Bank gegen ihre eigenen Geschäftsbedingungen verstoßen, erklärte der Noa-Bank-Chef. "Ich entschuldige mich dafür persönlich."
Nach Angaben Jozics stoppte die Finanzaufsicht die Geldannahme und Kreditvergabe wegen Bedenken zum Eigenkapital der Bank, mit dem Kredite unterlegt sein müssen. Die BaFin wendete demnach bei der Noa Bank strengere Regeln zur Berechnung der Eigenkapitalquote an. Dadurch rutschte das Institut unter die vorgeschriebene Schwelle von acht Prozent. Die Finanzwächter hätten von der Noa Bank deswegen zuerst gefordert, ihr Eigenkapital innerhalb von zwei Wochen um zwei Millionen Euro aufzustocken. Später habe die Finanzaufsicht jedoch ihre Forderungen erhöht und zehn bis 15 Millionen Euro mehr Eigenkapital gefordert.
Eigenen Angaben zufolge strebt die Noa Bank schon seit Längerem eine Kapitalerhöhung von zehn Millionen Euro bis zum Jahresende an. Bankgründer Jozic erklärte, er habe erst kürzlich eine Vereinbarung mit einer Gruppe von Investoren über eine Kapitalerhöhung von fünf Millionen Euro getroffen.
lgr/AFP
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Das wird die Bank teuer zustehen kommen und den Ruf erheblich ankratzen!! mehr...
a) Im Artikel steht so gut wie nix, was nicht auch die noa Bank schon geschrieben hätte. http://www.anderebank.de/blog/artikel/goliath-versucht-david-zu-toeten-teil-2/ b) Warum kommt der Artikel jetzt, obwohl der noa [...] mehr...
Wann kapieren die Menschen endlich dass Weltretter immer Rattenfänger sind. mehr...
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