München - Siemens markiert den Aufschwung. Der Technologiekonzern meldet für sein drittes Quartal 2009/2010 glänzende Zahlen - vor allem bei den Aufträgen und dem Ergebnis im Kerngeschäft. So stieg die Zahl der Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf knapp 21 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um vier Prozent auf rund 19 Milliarden Euro zu, teilte Siemens
am Donnerstag mit.
In den drei Kerngeschäftsfeldern Industrie, Energie und Gesundheit verbuchte Siemens ein Rekordergebnis von 2,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,4 Milliarden Euro nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr.
Für das Gesamtjahr hat der Konzern nun große Ziele: Siemens will das operative Vorjahresergebnis von 7,5 Milliarden Euro "deutlich" übertreffen. Bisher wollte der Konzern hier lediglich besser abschneiden als im vergangenen Geschäftsjahr. Beim Umsatz erwartet der Konzern jedoch weiterhin einen Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuletzt erwirtschaftete Siemens hier 76,7 Milliarden Euro.
Mit den Zahlen lag der Konzern teils deutlich über den Schätzungen von Analysten. "Siemens hat im dritten Quartal weiter an Fahrt gewonnen", erklärte Konzernchef Peter Löscher. "Solche Zuwachsraten beim Auftragseingang gab es zuletzt 2008."
IT-Sparte weist ein Minus von 81 Millionen Euro aus
Siemens profitiert wie seine Konkurrenten ABB, Philips und GE von der globalen Erholung der Märkte für Industrieausrüstung und Energietechnik. Die größten Zuwächse im Orderbuch verzeichnete Siemens dank zahlreicher Großaufträge erstmals in seiner Sparte für erneuerbare Energien. Größter Gewinnbringer war allerdings das Geschäft mit Technik für die Energieerzeugung aus fossilen Quellen.
Voran ging wie bereits zuletzt das kurzzyklische Geschäft des Unternehmens. Vor allem Osram und die Industrieautomatisierungssparte nahmen deutlich an Fahrt auf.
Allerdings leidet der Konzern weiter unter seinen verlustreichen Randgeschäften. Die Sparte Equity Investments, in der Siemens seine Gemeinschaftsunternehmen wie den Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks bündelt, warf lediglich ein Ergebnis von zwei Millionen Euro ab. Die vor der Abspaltung stehende IT-Sparte schrieb sogar rote Zahlen. Sie wies einen Verlust von 81 Millionen Euro aus.
yes/dpa/Reuters
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Wieviel unterbezahlte Leiharbeiter beschäftigt Siemens? Oder hat Siemens schon seine eigenen Leiharbeitsfirmen? Dem Unternehmen gehts super, nur den beschäftigten nicht. Ich verstehe solche Artikel einfach nicht, wo Unternehmen [...] mehr...
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