Washington - Unglück in Alaska: In dem amerikanischen Bundesstaat ist ein Kleinflugzeug abgestürzt. Laut Berichten aus dem US-Kongress befanden sich an Bord auch der Nordamerika-Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS und frühere Nasa-Chef Sean O'Keefe sowie der ehemalige republikanische US-Senator Ted Stevens.
Der 86-jährige Stevens kam bei dem Absturz ums Leben, wie ein Sprecher der Familie mitteilte. Das Schicksal von O'Keefe hingegen war zunächst unklar. Ein EADS-Vertreter bestätigte zwar, dass er unter den neun Passagieren war. Man wisse jedoch nicht, ob er überlebt habe.
O'Keefe und Stevens sollen zusammen mit ihren Söhnen zu einem Jagdausflug unterwegs gewesen sein. O'Keefe war lange für Stevens tätig. Der frühere Senator hatte 1978 einen Flugzeugabsturz überlebt, bei dem seine Frau getötet wurde.
Angaben aus dem Kongress zufolge sind fünf der neun Passagiere ums Leben gekommen. Laut US-Luftfahrtbehörde FAA überlebten mindestens zwei Insassen den Unfall schwerverletzt. Schlechtes Wetter erschwerte die Rettungsarbeiten, zeitweise herrschte dichter Nebel.
Der Absturz der 53 Jahre alten einmotorigen Propellermaschine vom Typ DeHavilland DH3T ereignete sich nach US-Behördenangaben bereits am Montag gegen 20 Uhr Ortszeit in der Nähe der Stadt Dillingham, die etwa 480 Kilometer südwestlich von Alaskas größter Stadt Anchorage liegt. Das Flugzeug sei entweder in einem See oder im Meer aufgeschlagen. Zur Unfallzeit regnete es leicht, es war windig und die Sicht schlecht.
Das Wrack war am späten Montagabend vom Piloten eines anderen Flugzeugs gesichtet worden. Den Rettungskräften gelang es jedoch zunächst nicht, zu der Absturzstelle vorzudringen.
O'Keefe übernahm im November vergangenen Jahres das Amt des CEO von
EADS Nordamerika. Von Dezember 2001 bis Februar 2005 stand der heute 54-Jährige an der Spitze der US-Weltraumbehörde NASA. EADS
ist der größte Flugzeugbauer Europas und der zweitgrößte weltweit. Das Unternehmen liegt im ständigen Wettstreit mit seinem amerikanischen Konkurrenten
Boeing.
lgr/Reuters/dpa/AP/AFP
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