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12.08.2010
 

Geplanter Börsengang

GM verdient wieder Milliarden

General-Motors-Zentrale in Detroit: Erfolg in den USA, schwaches Geschäft in EuropaZur Großansicht
AP

General-Motors-Zentrale in Detroit: Erfolg in den USA, schwaches Geschäft in Europa

Das Geschäft boomt: Dem einstigen Pleitekonzern General Motors geht es finanziell so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr, der größte US-Autobauer machte im zweiten Quartal 1,3 Milliarden Dollar Gewinn. Nun steht eine Rückkehr an die Börse bevor - nur in Europa schwächelt das Geschäft noch.

Detroit - Dieses Ergebnis hätten sich vor einem Jahr nur wenige träumen lassen: Damals, zu Zeiten der Insolvenz, musste General Motors einen Megaverlust von 12,9 Milliarden Dollar verkraften. Jetzt ebnet ein Milliardengewinn dem größten amerikanischen Autobauer den Weg zurück an die Börse.

Im zweiten Quartal erwirtschaftete der Konzern, der erst zu Jahresbeginn in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt war, unterm Strich bereits 1,3 Milliarden Dollar. "Ich bin sehr zufrieden mit unseren Fortschritten", sagte Finanzchef Chris Liddell. Der Umsatz legte im zweiten Quartal um 5,3 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar zu. GM steigerte die weltweite Fahrzeugproduktion um 50 Prozent. Gründe: die Erholung des US-Automobilmarkts und die starke Nachfrage in Schwellenländern wie China.

GM schrieb seit dem dritten Quartal 2007 rote Zahlen. 2009 war ein Defizit von 12,9 Milliarden Dollar angefallen. Am 1. Juni 2009 hatte der Konzern Insolvenz angemeldet. Um das Unternehmen vor der Pleite zu bewahren, musste der Staat mit Hilfen von rund 52 Milliarden Dollar rettend eingreifen. Der Autobauer verschwand von der Börse.

Heute gehört GM zu 61 Prozent dem Staat. Die Regierung will den Konzern zurück an die Börse bringen, um sich einen Teil des Geldes zurückzuholen. Bereits an diesem Freitag könnte der Konzern erste Details verraten. Kreisen zufolge plant GM, bis Ende November wieder an den Kapitalmarkt zurückzukehren. Es wäre einer der bislang größten Börsengänge.

Das Europageschäft entwickelt sich nur schwach

Während die Verkaufszahlen in den USA deutlich anzogen, entwickelte sich das Europageschäft den Angaben zufolge weiter schwach. Die europäischen Töchter Opel und Vauxhall verkauften nach dem Auslaufen der staatlichen Absatzhilfen weniger Autos als vor einem Jahr. Immerhin konnte GM Europe seinen Verlust dank Einsparungen auf operativ 160 Millionen Dollar eindämmen. Zum Jahresauftakt hatte GM in Europa noch 477 Millionen Dollar verloren, Ende vergangenen Jahres sogar 799 Millionen Dollar. Europachef Nick Reilly will Opel 2011 aus der Verlustzone führen, 2012 soll der Hersteller wieder gutes Geld verdienen.

GM hat die Wende ironischerweise vor allem der Insolvenz zu verdanken. Denn in diesem Zuge konnte der Konzern die Bürden der Vergangenheit abstreifen: veraltete Werke, hohe Schulden und überbordende Kosten für Gesundheit und Pensionen der Mitarbeiter. Im neuen GM-Konzern räumte Unternehmenschef Edward Whitacre kräftig auf: Er stampfte mehrere US-Marken ein, verkaufte die schwedische Tochter Saab und fährt in Europa einen Sparkurs. Gleichzeitig pumpte er Geld in neue Modelle, so versucht sich GM als Vorreiter bei Elektroautos zu positionieren. Der Chevrolet Volt kommt Ende des Jahres auf den US-Markt und Ende 2011 als Opel Ampera nach Europa.

lgr/Reuters/dpa/ddp/AP

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insgesamt 2 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
12.08.2010 von rabenkrähe: Märchen

..... Der GM-Vorstand tritt ja nicht ohne Grund zurück. Er weiß genau, daß die fulminanten Gewinne nur auf Staatshilfen und darauf zurückgehen, daß beim Insolvenzverfahren der Vorfirme diverse Lieferungen und Gläubiger nicht [...] mehr...

12.08.2010 von wika: Blasen züchten…

Schön, wir lernen ganz mustergültig wie der Phönix aus der Asche kommt und wie Leichen wiederbelebt werden. Oder handelt es sich um Untote? Ich wäre da vorsichtiger in der Beurteilung. Solange für den eigentlichen Crash noch nicht [...] mehr...

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