Detroit - Der Autokonzern General Motors löst sich langsam aus der staatlichen Obhut. Über den vermutlich zweitgrößten Börsengang der US-Geschichte sollen der Staat einen Teil seines Geldes zurückbekommen, mit dem er das Unternehmen vor einem Jahr vor der Pleite bewahrt hatte.
Am Mittwoch legte GM seinen vorläufigen Börsenprospekt vor. Zu den insgesamt zehn Banken, die dem Konzern bei der Rückkehr an die Börse helfen werden, gehört auch die Deutsche Bank. Federführend werden das Geschäft aber die Wall-Street-Institute abwickeln.
Der Börsengang könnte General Motors geschätzte 16 Milliarden Dollar in die Kassen spülen. Die US-Regierung hatte 50 Milliarden Dollar in GM gesteckt, damit das Unternehmen die Insolvenz Mitte vergangenen Jahres überleben konnte. Der kleinere Teil der Summe war ein Kredit; das Geld ist bereits zurückgeflossen. Für den größeren Teil der Summe hatte der Staat 60,8 Prozent der Anteile an GM bekommen. Über den Verkauf der Aktien will die Regierung in die Minderheit kommen.
Das Finanzministerium will sich aber nicht drängeln lassen und erklärte in der Nacht, dass es über seine endgültige Beteiligung an dem Börsengang später entscheide. Auch Kanada und die Gewerkschaften könnten Aktien auf den Markt werfen. Sie hatten GM ebenfalls mit Geld beziehungsweise mit Zugeständnissen bei den Personalkosten geholfen.
Antrag für New York und Toronto
General Motors selbst kündigte an, nur Vorzugsaktien herauszubringen. Dieses Geld würde dann dem Unternehmen zufließen. Die Papiere sind allerdings nicht stimmberechtigt.
Der anstehende Börsengang dürfte der zweitgrößte der US-Geschichte werden hinter dem von Visa. Der Kreditkartenanbieter war vor zweieinhalb Jahren aufs Parkett gegangen und hatte 19,7 Milliarden Dollar eingesammelt. Den Titel des Weltmeisters hält die Agricultural Bank of China, die umgerechnet 22,1 Milliarden Dollar erlöste.
GM stellte einen Antrag auf Notierungen an den Handelsplätzen New York und Toronto. Der Konzern machte in seinem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC zunächst keine Angaben zur Zahl der Aktien, die in Umlauf gebracht werden sollen. Auch nannte der Konzern keine Preisvorstellung für die auszugebenden Dividendenpiere. Der genaue Zeitpunkt des Börsengangs ist ebenfalls weiter offen. Experten rechnen mit einem Termin Anfang Oktober.
Im November sind Kongresswahlen - und Präsident Barack Obama könnte das Comeback des einst weltgrößten Autoherstellers als großen wirtschaftspolitischen Erfolg verkaufen.
GM-Chef Ed Whitacre hat erklärt, die staatliche Rettung habe sich negativ auf die Verkaufszahlen ausgewirkt und dem Image des Unternehmens geschadet. Der Autobauer hatte seit dem dritten Quartal 2007 rote Zahlen geschrieben und war erst Anfang des Jahres in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im zweiten Quartal meldete die Opel-Mutter einen Gewinn von 1,33 Milliarden Dollar. Während die Verkaufszahlen in den USA deutlich anzogen, entwickelte sich das Europageschäft den Angaben zufolge aber weiter schwach.
wit/dpa/apn/Reuters/AFP
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.... Na, hoffentlich bekommen dann die ganzen Altaktionäre, die von den Machenschaften und Betrügereien der "alten GM" hereingelegt worden sind, dann wenigstens kostenlos neue Aktien in der gleichen Menge derer, die [...] mehr...
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