Frankfurt am Main/Berlin - Die deutsche Wirtschaft wird stärker wachsen als erwartet - zumindest wenn es nach der Konjunkturprognose der Deutsche Bundesbank geht. Hintergrund ist der unerwartet starke Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal. Wie die Bundesbank in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht mitteilte, hat sich die deutsche Wirtschaft im Frühjahr "deutlich und in diesem Ausmaß unerwartet erholt". Dies bedeute, dass der krisenbedingte Produktionsrückgang gut zur Hälfte wieder wettgemacht worden sei.
Die Bundesbank rechnet für 2010 nun mit einem BIP-Anstieg von rund drei Prozent. Im Juni hatte sie noch eine offizielle Prognose von plus 1,9 Prozent genannt. Im zweiten Quartal war das BIP gegenüber dem Vorquartal preis- und saisonbereinigt um 2,2 Prozent gestiegen. Auch das Bundeswirtschaftsministerium hält für 2010 ein Plus von drei Prozent für möglich.
Als Ursache der starken Konjunkturbelebung führt die Bundesbank neben witterungsbedingten Aufholeffekten in der Bauwirtschaft und im Verkehrssektor sowie den hohen Ausfuhren auch die wieder steigenden privaten Konsumausgaben auf. Stützend wirke dabei der "überaus robuste" Arbeitsmarkt.
Insgesamt sind die Aussichten für das laufende zweite Halbjahr nach Einschätzung der Bundesbank weiterhin günstig, wenngleich sich bei der globalen Produktion und dem internationalen Handel eine etwas langsamere Gangart abzeichne. Deshalb dürfte sich das bisher außerordentlich hohe Exportwachstum verlangsamen, hieß es.
"Nur die Preise stimmen noch nicht"
Der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) hat unterdessen eine "kolossale Belebung" beim Container-Umschlag in den deutschen See- und Binnenhäfen ausgemacht. Das Volumen sei in den ersten Monaten des Jahres um rund 30 Prozent gestiegen und erreiche fast wieder das Rekordniveau des Jahres 2008, sagte BGA-Vorstandmitglied Gerhard Riemann am Donnerstag in Berlin. "Nur die Preise stimmen noch nicht, die dackeln hinterher. Aber die werden wieder zurückkommen."
Jetzt würden sogar Container knapp. Die Gefahr eines Doppel-Tiefs der Konjunktur sehe er nicht, fügte Riemann an. Eine Abflachung im zweiten Halbjahr sei nicht erkennbar. Die deutschen Autohersteller strebten auf Rekord-Verkaufszahlen zu, was wiederum den Stahlverbrauch nach oben treibe. Er sehe eher die Gefahr, dass sich die Wirtschaft überhitze, sagte Riemann, der im Hauptberuf in Duisburg Chef der deutschen Tochter der südafrikanischen Firma Imperial Logistics International ist.
wit/dpa/ddp/apn
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... an der zu vorsichtigen Schätzung seiner Mitarbeiter. Dabei ist es doch im Sinne kaufmännischer Vorsicht geboten, dass man sich erst mal am unteren Rand der Prognosen bewegt. Schulden haben wir auch so schon genug. Und [...] mehr...
Sie haben, so glaue ich, den Sarkasmus nicht verstanden ;-)) Ansonsten sollten alle Prognostiker und deren minderbemittelte Freunde mal N.Taleb lesen. Je expertiger die Experten sind, desto schlechter die Prognosen. Gilt immer [...] mehr...
Experten und Gutachter müssen definitiv nichts können. Wenn eine Prognose nicht stimmt wird sie rückwirkend angepaßt. Ich bin richtig neidisch auf so viel Scharlatanerie. Der Brüderle soll wohl demnächst FDP Vorsitzender werden. [...] mehr...
Da kann man nur zu sagen, sie sind ein Witzbold, oder einer deren Vertreter, die sich erneut auf Kosten derjenigen, die die Werte der Gesellschaft hart erarbeiten bereichern wollen, um anschließend erneut alles in den [...] mehr...
...... Es ist eben alles relativ: Im Vorjahr war der Vergleichszeitraum ein sehr guter, also fiel der Rückgang mit runden sechs Prozent dramatisch aus, nun ist der Vorjahreszeitraum ein schlechter, also wirken gute drei [...] mehr...
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