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24.08.2010
 

Millionen von Goldman Sachs

Geldregen für die Staatsbank KfW

KfW-Zentrale in Frankfurt am Main: Geldsegen von Goldman SachsZur Großansicht
dpa

KfW-Zentrale in Frankfurt am Main: Geldsegen von Goldman Sachs

Goldman Sachs hat der staatlichen Bankengruppe KfW knapp 120 Millionen Euro überwiesen. Die Transaktion geht auf einen Vergleich zurück, bei dem sich die US-Investmentbank zur Zahlung von mehr als 400 Millionen Euro an geschädigte Investoren verpflichtet hatte.

Frankfurt am Main - Die Förderbank KfW profitiert von einem Vergleich der Großbank Goldman Sachs Chart zeigenmit der US-Börsenaufsicht SEC. Auf den Konten der KfW sind 150 Millionen der 250 Millionen Dollar gelandet, die die SEC geschädigten Investoren zugesprochen hatte. Umgerechnet sind das etwa 119 Millionen Euro.

"Das Geld ist bei uns eingegangen", sagte eine KfW-Sprecherin am Dienstag. Sie bestätigte damit eine Vorabmeldung der "Stuttgarter Zeitung". Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im Juli erfahren, dass das Geld der KfW in Frankfurt am Main zusteht und nicht der angeschlagenen Düsseldorfer IKB, die heute dem Finanzinvestor Lone Star gehört.

Die KfW hatte die Refinanzierung für das Investment-Vehikel Rhineland Funding 2007 von der IKB übernommen, deren größter Aktionär sie damals war. Rhineland Funding hatte unter anderem in einen verbrieften Hypothekenkredit (CDO) von Goldman Sachs investiert, der nach dem Platzen der US-Immobilienblase wenig später massiv an Wert verloren hatte.

Goldman war deswegen ins Visier der SEC geraten. Um einer Betrugsklage aus dem Weg zu gehen, hatte die Investmentbank eine Buße von 550 Millionen Dollar akzeptiert. Das für die Anleger vorgesehene Geld floss zunächst an zwei Rhineland-Zweckgesellschaften, die es nun an die KfW weiterreichten.

Die IKB, die Rhineland Funding initiiert hatte, war in der Finanzkrise wegen risikoreicher Anlagen am US-Immobilienmarkt fast zusammengebrochen und musste mit rund zehn Milliarden Euro gerettet werden. Die KfW hat ihre - damals von der IKB geerbten - Milliardenverluste mit Rhineland schon zu mehr als 95 Prozent abgeschrieben. Die umgerechnet knapp 120 Millionen Euro bessern jetzt ihren Jahresüberschuss auf, der 2010 bei mehr als einer Milliarde Euro liegen soll.

otr/Reuters/dpa

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insgesamt 3 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
24.08.2010 von kaksonen: Was macht man mit dem Geldsegen?

Abgeschrieben ist abgeschrieben! Der "Geldsegen" ist neu. Und da wird man doch ein paar Boni draus machen können? mehr...

24.08.2010 von Francuzzo: Geldsegen oder Volksverdummung ?

Der Artikel erweckt bei oberflächlicher Lektüre fälschlicherweise den Eindruck, als sei die KfW durch cleveres Management unerwartet an 120 Millionen € herangekommen. In Wirklichkeit hat die KfW die IKB ungenügend an die Kandare [...] mehr...

24.08.2010 von weisser: Aha, Geldregen.....

...wenn man vorher Milliarden abschreiben muss? Da verstehe einer die Welt.... mehr...

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Lloyd Blankfein wurde 1954 in der New Yorker Bronx in einfachen Verhältnissen geboren. Mit Hilfe von Stipendien schaffte er ein Harvard-Studium sowie eine Promotion. Nach einer kurzen Tätigkeit als Steuerrechtsanwalt zog es ihn an die Wall Street. Blankfein war Goldhändler in einer Warenhandelsfirma, die von Goldman Sachs übernommen wurde. Es war der Einstieg durch die Hintertür. 2006 hatte Blankfein sich bis zum Sessel des CEO hochgearbeitet. Blankfein, der als selbstironischer Workaholic mit erheblichem Mut zum Risiko gilt, kassierte 2006 einen Rekordbonus - 53,4 Millionen Dollar. 2009 bekam er immerhin noch neun Millionen Dollar.


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