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25.08.2010
 

Insiderhandel

Banker sollen sich nach Potash-Angebot bereichert haben

Potash-Mine: Banker sollen bei Übernahmeschlacht Insidergeschäfte gemacht habenZur Großansicht
AFP

Potash-Mine: Banker sollen bei Übernahmeschlacht Insidergeschäfte gemacht haben

Neues Kapitel in der Geschichte von gierigen Bankern: Die US-Börsenaufsicht wirft zwei spanischen Bankern verbotene Insidergeschäfte vor. Im Übernahmekampf um dem Düngemittelhersteller Potash sollen sie mit krummen Deals fast 1,1 Millionen Dollar eingestrichen haben.

Washington - Der milliardenschwere Übernahmekampf um den kanadischen Kali-Förderer Potash hat anscheinend Gauner angelockt. Diesmal sind es zwei spanische Banker, denen die US-Börsenaufsicht SEC verbotene Insidergeschäfte vorwirft. Die Männer sollen von dem bevorstehenden Kaufangebot des Bergbaukonzerns BHP Billiton für Potash gewusst und rechtzeitig Aktienoptionen zu einem günstigen Preis erworben haben. Der Insiderhandel brachte ihnen fast 1,1 Millionen Dollar Gewinn ein.

SEC-Ermittler Daniel Hawke machte den Fall öffentlich: Einer der Männer arbeitete demnach für die spanische Bank Santander, die BHP bei der Übernahme berät. Das Institut hat den Mann mittlerweile entlassen. Gemeinsam mit einem Komplizen soll der Banker für 61.000 Dollar Optionen auf Potash-Aktien gekauft haben, bevor die Übernahme offiziell verkündet wurde. Nach der Bekanntgabe sprang der Kurs hoch, und die Männer machten laut SEC Kasse.

Die Börsenaufsicht reichte am Freitag Klage beim Bezirksgericht von Illinois ein. Die SEC erreichte im Eilverfahren, dass das Vermögen der beiden in Madrid lebenden Männer eingefroren wurde.

Der Kampf um Potash

Potash hatte das knapp 39 Milliarden Dollar schwere Angebot von BHP am 17. August öffentlich gemacht und es gleichzeitig als zu niedrig zurückgewiesen. Daraufhin hatte sich BHP direkt an Potashs Aktionäre gewandt und versucht nun eine feindliche Übernahme. Die Potash-Führung müht sich um Verbündete und führt Gespräche mit mehreren Investoren, die ein Gegenangebot vorlegen könnten

Mit der Potash-Übernahme will der Erz-und Kohleförderer BHP sein Geschäft weiter verbreitern. Als weltweit erster Bergbaukonzern ist das Unternehmen bereits in das Ölfördergeschäft eingestiegen und seit kurzem auch im Kali-Abbau tätig.

BHP-Chef Marius Kloppers sprach am Mittwoch mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr von sehr zufriedenstellenden Ergebnissen. Der kurzfristig eher vorsichtige Ausblick wurde vor allem mit der Entwicklung in China begründet. Das starke Wachstum des größten BHP-Kunden dürfte sich abschwächen.

otr/dpa-AFX

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