Wirtschaft



ThemaKarstadtRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
26.08.2010
 

Karstadt-Rettung

Berggruen greift Deutsche Bank an

Investor Berggruen: "Die hinterlassen auf unserer Seite extrem verblüffte Vertragspartner" Zur Großansicht
dpa

Investor Berggruen: "Die hinterlassen auf unserer Seite extrem verblüffte Vertragspartner"

Den Rettern des Essener Warenhausunternehmens Karstadt bleibt nicht mehr viel Zeit: Bis zum 2. September müssen alle Verträge in trockenen Tüchern sein, sonst droht die Liquidierung. Für den Investor Nicolas Berggruen spielt die Deutsche Bank dabei eine besonders fragwürdige Rolle.

Frankfurt am Main/Essen - Im Ringen um die Zukunft von Karstadt kritisiert der Investor Nicolas Berggruen die Deutsche Bank scharf. "Ich kann nicht überblicken, welche kommerziellen Interessen Borletti und die Deutsche Bank verfolgen. Ich kann nur sagen, die spielen mit dem Feuer und der Zukunft von Karstadt", sagte Berggruen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aber Karstadt ist kein Spielzeug."

Berggruen kritisierte die Art und Weise, wie die Frankfurter Großbank den lange nach Abschluss des eigentlichen Bieterprozesses als Interessent aufgetretenen italienischen Warenhausbetreiber Maurizio Borletti unterstützt. Er könne das überhaupt nicht verstehen. "Denn wir hatten ja zunächst die Unterstützung der Deutschen Bank Chart zeigen. Glauben Sie mir, die hinterlassen auf unserer Seite extrem verblüffte Vertragspartner."

Die Gespräche mit Goldman Sachs Chart zeigen als dem zweiten großen Partner hinter dem Vermieterkonsortium Highstreet funktionieren nach seinen Worten inzwischen etwas besser. Auch hinsichtlich der Verhandlungen mit der Essener Valovis-Bank sieht er sich so gut wie am Ziel.

Berggruen machte deutlich, dass die Zeit für die Rettung von Karstadt sehr knapp wird. "Wenn wir bis Anfang September nicht durch sind, wird es das Unternehmen nicht mehr als fortzuführenden Geschäftsbetrieb geben." Am 2. September wollen sich die Highstreet-Gläubiger in London treffen, um über die neuen Mietkonditionen abzustimmen. Einen Tag später will das Amtsgericht Essen über die Annahme des Insolvenzplans entscheiden.

Zwar liegt nach den Worten Berggruens ein ausverhandelter Mietvertrag schriftlich vor, es seien aber noch einige technische Details zu klären. Um nicht das Risiko einzugehen, erst am letzten Tag auf den Punkt zu kommen, habe er die Vertreter Highstreets frühzeitig für den 31. August zu einem Treffen einladen wollen. Diesem Wunsch sei aber nicht entsprochen worden.

mik/dpa-AFX

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 1 Beitrag zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
26.08.2010 von janne2109: Karstadt-Rettung: Berggruen greift Deutsche Bank an

Wieder so eine Stimmungsmacherei in einem Artikel von Spon. Warum wir nicht mal berichtet, dass Berggruen sehr wohl jetzt schon bereits vor hat den Konzern in (erst einmal) drei Teile zu splitten. Warum wird nicht mal [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
alles zum Thema Karstadt

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Zur Person

ddp
Nicolas Berggruen, Sohn des berühmten Kunstsammlers Heinz Berggruen, wurde am 10. August 1961 in Paris geboren. Er wuchs in England, Frankreich und der Schweiz auf und verdiente nach einem Finanzwirtschaftsstudium schon früh an der Wall Street sein eigenes Vermögen. Seit einigen Jahren konzentriert sich der Investor, der keinen festen Wohnsitz hat und in Hotels wohnt, auf nachhaltige Investments. So gehören zu seinem Firmen- und Immobilienimperium auch Reisfarmen in Kambodscha und eine Ethanolfabrik. Mehr auf der Themenseite...

Karstadts Kampf ums Überleben

9. Juni 2009

Die Insolvenzanträge für die Holding Arcandor und die Töchter Karstadt und Quelle werden gestellt.

1. September 2009

10. November 2009

1. Dezember 2009

15. März 2010

12. April 2010

23. April 2010

21. Mai 2010

28. Mai 2010

1. Juni 2010

3. Juni 2010

7. Juni 2010

2. September 2010

3. September 2010

1. Oktober 2010






TOP



TOP