Paris - Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis
hat in den USA eine juristische Niederlage hinnehmen müssen. Er scheiterte vor einem US-Bezirksgericht mit dem Versuch, ein Nachahmer-Medikament des Sanofi-Blutverdünners Lovenox zu stoppen. Lovenox ist ein wichtiger Umsatzbringer für Sanofi-Aventis. Das Nachahmer-Produkt wird vom Schweizer Pharmakonzern Novartis
mitvertrieben.
Der Verkauf des Nachahmermittels durch Novartis und den US-amerikanischen Konzern Momenta war bereits angelaufen. Die zuständige Behörde hatte die Nachahmerversion im Juli genehmigt.
Es ist das erste Mal, dass für ein solch kompliziertes Produkt wie Lovenox ein Generikum auf dem Markt ist. Sanofi hatte geltend gemacht, die FDA habe nicht ausreichend sichergestellt, dass die Nachahmerversion dieselben Wirkstoffe hat wie das Original. Doch trotz des juristischen Rückschlags werde Sanofi das Verfahren gegen die US-Gesundheitsbehörde FDA werde weiterverfolgt, teilte das Unternehmen mit.
Die Generikakonkurrenz für Lovenox hat sich auch beim Ausblick von Sanofi-Aventis niedergeschlagen. Wegen des Verkaufs von Nachahmer-Mitteln für den Blutverdünner werde 2010 bestenfalls ein stagnierender Gewinn je Aktie und schlimmstenfalls ein Rückgang um vier Prozent erwartet, hatte der weltweit viertgrößte Pharmakonzern bei Vorlage der Halbjahreszahlen im Juli mitgeteilt.
Lovenox ist mit einem Umsatz von 866 Millionen Euro im zweiten Quartal das zweitwichtigste Medikament für Sanofi.
otr/dpa-AFX/Reuters
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